Inzell besitzt solide Finanzlage

von Redaktion

Trotz Investitionen von 5,6 Millionen Euro soll es keine neuen Schulden geben

Inzell – In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. Kämmerin Maria Hardt präsentierte dabei auch die Vorschau über den Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2029. Trotz zahlreicher Investitionen steht die Gemeinde Inzell nach wie vor auf gesunden Füßen. Besonders positiv wirkt sich aus, dass die Ausgaben für das Hallenbad nicht mehr ins Gewicht fallen.

Rekord-Einnahmen aus Steuern und Kurbeiträgen

Es ist keine Kreditaufnahme notwendig, berichtete Inzells Bürgermeister Michael Lorenz. Er lobte in diesem Zuge Maria Hardt ausdrücklich für ihre sorgfältige Arbeit. Der Verwaltungshaushalt für das aktuelle Jahr liegt bei 21,83 Millionen Euro. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 720.100 Euro oder 3,4 Prozent. Der Vermögenshaushalt vermindert sich hingegen um 38,77 Prozent auf 6,98 Millionen Euro.

Die Haupteinnahmen beim Verwaltungshaushalt sind diesmal die Einkommensteuer mit 3,55 Millionen Euro, gefolgt von der Gewerbesteuer mit 2,3 Millionen Euro. Letztere liegt damit leicht unter dem Vorjahr. Die Schlüsselzuweisung stieg erneut und liegt heuer bei 1,13 Millionen Euro. Ein großer Posten bei den Einnahmen ist wie immer der Kurbeitrag mit 925.200 Euro sowie der Fremdenverkehrsbeitrag mit 770.000 Euro.

Die Grundsteuer B schlägt mit 955.000 Euro zu Buche. Dagegen ist bei den Ausgaben die Kreisumlage mit 3,35 Millionen Euro wieder leicht angestiegen. Sie liegt damit fast auf dem Niveau von 2024. Der Vermögenshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 6,98 Millionen Euro ab. Im Haushaltsjahr 2026 ist eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt in Höhe von 850.250 Euro geplant.

Die Kredittilgung liegt bei 37.600 Euro. Das Erfreuliche ist laut Gemeinde, dass keine Kreditneuaufnahme notwendig ist. Bürgermeister Michael Lorenz sprach von einem sehr umfangreichen Haushalt und sieht die Gemeinde Inzell auf einem guten Weg.

Auch im Jahr 2026 wird wieder viel investiert. Dabei schlägt der Grundstückserwerb mit 790.000 Euro besonders zu Buche. Fast ebenso hoch ist der Ansatz für den Umbau der Kita und Krippe im Schulgebäude mit 749.500 Euro. Weitere hohe Ausgaben sind die Beschaffung eines HLF 20 für die Feuerwehr in Höhe von 641.500 Euro und der Straßenbau der Sulzbacher Straße mit 542.000 Euro. Hinzu kommen der Ausbau der Ganztagsschule mit 450.000 Euro und der Straßenbau am Auweg mit 400.000 Euro. Insgesamt beläuft sich die Summe der Top-20-Investitionen auf 5,68 Millionen Euro. „Wir können das gut stemmen“, zeigte sich Lorenz zufrieden mit den Zahlen. Die Rücklagen bewegen sich laut Bürgermeister in die richtige Richtung. Der Schuldenstand der Gemeinde Inzell wird zum Ende des Jahres 2026 voraussichtlich bei 4.352.700 Euro liegen.

Im Finanzplanungszeitraum muss grundsätzlich die Mindestzuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt erbracht werden. Diese dient zur Finanzierung der laufenden Tilgung der Kredite und anderer regelmäßiger Ausgaben. Trotz stetig steigender Ausgaben kann diese Mindestzuführung in den kommenden Jahren erreicht werden.

Der Vermögenshaushalt 2026 bis 2029 kommt ohne weitere Kreditaufnahme aus. Der Ausgleich erfolgt mittels Rücklagenentnahme. Gleichzeitig investiert die Gemeinde in den kommenden Haushaltsjahren erhebliche Beträge in kommunale Einrichtungen. Im Finanzplan sind zum Beispiel städtebauliche Sanierungsmaßnahmen wie die Neugestaltung des Rathausplatzes vorgesehen. Auch der Schwimmbadparkplatz und der Innenausbau des Haus des Gastes stehen auf der Agenda.

Keine neuen
Kredite in Sicht

Hinzu kommen der Ausbau der Ganztagsbetreuung der Grundschüler, die Generalsanierung des Festsaals und die Umgestaltung des Kurparks. Die Sanierung der Gemeindestraßen sowie der Wasser- und Abwasserversorgung bedürfen ebenfalls jährlicher Mittel.

Weiterhin geplant sind Fahrzeugbeschaffungen für die Feuerwehr und den Bauhof. Ziel ist es, die Investitionen mittels Förderprogrammen und Beiträgen zu finanzieren. Der Finanzplan wurde von den Gemeinderäten ohne Gegenstimme abgesegnet.

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