Rimsting – Die Ursachen sind höchst unterschiedlich, das Ergebnis dennoch erfreulich: Auf ein wirtschaftlich gutes Jahr 2025 kann der Zweckverband Wasserversorgung Chiemseegruppe zurückblicken. Die positive Entwicklung ist zum einen geringeren Kosten geschuldet, nicht notwendigen Sanierungen, aber auch zurückgestellten Investitionen. Im Verwaltungshaushalt waren es fast 100.000 Euro, die eingestellt, aber nicht ausgegeben werden mussten. So lief die Zuführung mal in die entgegengesetzte Richtung. 43.298 Euro flossen vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt.
Im Rimstinger Rathaus ging bei der jüngsten Sitzung des Zweckverbands Wasserversorgung Chiemseegruppe Vincenz Junge auf den Rechenschaftsbericht zur Jahresrechnung 2025 ein. Für den Verwaltungshaushalt belief sich die Summe auf 789.534 Euro (Einnahmen und Ausgaben), für den Vermögenshaushalt auf 271.944 Euro.
Mehreinnahmen im Verwaltungshaushalt in Höhe von 12.334 Euro wirkten sich ähnlich positiv aus wie die 97.563 Euro, die zwar im Verwaltungshaushalt eingestellt waren, aber nicht ausgegeben werden mussten. Daher konnten 2025 rund 43.298 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführt werden.
Junge ging auf die Ursachen ein, so sei unter anderem die Wegesanierung im Wasserschutzgebiet nicht durchgeführt worden (25.000 Euro) und gleichzeitig seien die Sanierungen des Kathodenschutzes (rund 4.700 Euro statt 15.000 Euro) günstiger ausgefallen. Teurer wurden hingegen Wasseruntersuchungen und der Strom (rund 42.000 Euro höher).
Im Bereich Vermögenshaushalt komme zum Tragen, dass einige Projekte noch nicht in Angriff genommen worden seien. Zum Beispiel die Planungsleistungen des Ingenieurbüros für den Neubau des Hochbehälters Ludwigshöhe (50.000 Euro waren eingestellt, die bisherigen Kosten beliefen sich auf 3.100 Euro) oder die Anschaffung eines neuen Notstromaggregats (eingestellt waren ebenfalls 50.000 Euro). Für die „Berechnung der Vorauszahlung der Betriebskostenumlage war ein Kubikmeterpreis von 0,42829580 Euro/Kubik festgesetzt und entsprechend dem Wasserverbrauch 2024 den Mitgliedsgemeinden Prien und Rimsting in Rechnung gestellt worden. Die endgültige Abrechnung erfolge aber erst nach der Erstellung der Bilanz 2025.
Die allgemeinen Rücklagen beliefen sich auf rund 212.158 Euro, so Junge, der bezüglich des Vermögens des Verbands auf die ausstehende Bilanz verwies. Zum Jahreswechsel 2025/2026 sei die Chiemseegruppe schuldenfrei, erklärte Junge abschließend. Die örtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnung ist im März von den Verbandsräten Michael Anner (Prien) und Stephan Walter (Rimsting) durchgeführt worden und „es haben sich keine Beanstandungen ergeben“, so Anner. Die Verbandsmitglieder nahmen das Ergebnis zur Kenntnis. Die Entlastung für das Haushaltsjahr 2025 erfolgte einstimmig. daa