Prien – Die Spatzen pfiffen es von den Dächern und das Publikum kam zahlreich zum Frühjahrskonzert der Musikschule Prien in den Chiemsee-Saal. Unter den wohlwollenden Augen des Rosenheimer Landrats Otto Lederer, des Priener Bürgermeisters Andreas Friedrich und des Zweiten Nußdorfer Bürgermeisters Helmut Brunner zeigten junge Musikerinnen und Musiker, wie sie an der hiesigen Musikschule wachsen und gedeihen – wie die Pflanzen im Frühjahr.
Die Harfenklasse
in großer Besetzung
Die Jugendblaskapelle Prien unter dem energischen Dirigat von Karl Hultsch eröffnete den bunten Frühlingsreigen.
Größere und kleinere Pflänzchen am Cello und am Klavier leiteten über zu einem Ensemble, das ganz besonders selten in solch einer großen Besetzung auf die Priener Bühne kommt. Gitti Herden hatte ihre gesamte überregionale Harfenklasse dabei und die jungen Damen rankten vortrefflich an elf Harfen Gattis Grand Canon hinauf und hinab.
Ihnen folgten die kleinsten Pflänzchen: Gerade erst im Oktober an der Grundschule Prien ausgesät, hatte die Bläserklasse unter „Gärtnerin“ Valentina Urli-Safaric ihren ersten großen Auftritt. Und die Kleinen durften dann anschließend im Publikum erleben, wohin es führt, wenn man einige Jahre „bei der Stange“ bleibt und fleißig übt, denn es folgten die schon fortgeschritteneren Musikschul-Pflänzchen mit einem frühlingsfrischen Strauß aus Stücken unterschiedlichster Genres.
Da ging die Reise von Manhattan mit einem Traditional zu den Shetlandinseln, dann in den Wald zu „Peter und dem Wolf“ und ganz „Grazioso“ zur ersten Familienmusik des Abends: Julian Haipt am Cello, begleitet von Mutter Friederike mit einer wirklich hervorragend intonierten Mazurka.
Am Ende des nächsten, eher folkloristischen Blocks begrüßte die künstlerische Musikschulleiterin Brigitte Buckl weitere Ehrengäste im Publikum. Das Ehepaar Wohlfeld von der Stiftung Grunewald in Berlin war zu Gast, um sich davon zu überzeugen, wie seine großzügige Geldspende im vergangenen Jahr dem Musikschulbetrieb in Prien zugutekommt.
Unter anderem wurde eine ganz besonders gut klingende Gitarre vorgestellt, um die sich alle Schüler im Unterricht geradezu reißen. Ein großer Dank galt den Spendern, die sich beim Escondido des Gitarrentrios gleich selbst noch über den schönen Klang freuen konnten.
Ein blühender Beitrag für das Priener Kulturleben
Nach einem swingig-jazzigen Beitrag des liebevoll mit „altem Kraut“ angekündigten Erwachsenentrios an den Klarinetten, dem funkigen Block der „Monsters of Groove“ in neuer, verjüngter Besetzung und einem klassischen Gewächshaus voller fleißiger Musikschulpflänzchen endete das abwechslungsreiche Frühjahrskonzert mit der beeindruckend sicher aufspielenden Familienmusik der Geschwister Vordermayer. Eine solche Harmonie und Reife erreicht in so jungen Jahren nur, wer von Kindesbeinen an in der heimischen Stube miteinander singt und musiziert.
Mit lang anhaltendem Applaus dankte ein begeistertes Publikum allen Musikanten auf der Bühne und deren Lehrkräften, die so viel Liebe und Engagement in die Hege und Pflege der ihnen anvertrauten Setzlinge stecken.
Ein blühender Beitrag für das Priener Kulturleben und gleichzeitig die Aufzucht des Konzertpublikums der Zukunft!