Die Welt zum Garten machen

von Redaktion

Rückblick, Ausblick und Ehrungen beim Gartenbauverein Siegsdorf – Vortrag von Dr. Josef Heringer aus Laufen

Siegsdorf Bei der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Siegsdorf blickte der Verein auf ein reges Jahr zurück, ehrte Mitglieder und hörte einen Vortrag von Dr. Josef Heringer zum Thema „Die Welt zum Garten machen“.

Schriftführer Albert Voit berichtete von den Aktivitäten des vergangenen Jahres, darunter die wenig besuchten monatlichen Stammtische und die Picknickabende im Zaubergarten. Er erinnerte an den Obstbaum-Schnittkurs, das Schmücken des Osterbrunnens und den gut angenommenen Pflanzerde-Verkauf mit Pflanzentausch. Zum „Frühjahrssingen“ überreichte der Verein den Bewohnern des Alten- und Pflegeheimes Topfblumen. Weitere Höhepunkte waren das gemeinsame Gartenfest mit dem Altenheim, der Vereinsausflug zur Ölmühle in Gauting und das Schmücken des Erntedank-Altars. Nach dem positiven Kassenbericht von Tabitha Schmitt gab Vorstand Peter Irlacher einen Ausblick auf kommende Termine: den Pflanzerde-Verkaufstag am 18. April, ein Dorfpicknick am 7. Mai, das Gartenfest am 5. Juli und einen Vereinsausflug zum Biohof Geinberg am 17. Oktober. Die Versammlung stimmte der Beitragserhöhung von 12 auf 15 Euro einstimmig zu. Irlacher warb um Unterstützung bei der Verjüngung des Vorstands und für den Aufbau einer Jugendgruppe. Er wies zudem auf den „Tag der offenen Gartentür“ am 28. Juni 2026 in Rottau hin. Anschließend ehrten er und seine Stellvertreterin Rita Voit langjährige Mitglieder.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Marianne Lankes und Waldemar Trippen geehrt sowie in Abwesenheit Ute Albrecht, Dorothea Freund, Hildegard Kaiser, Elisabeth Niederbuchner, Hedwig Placzek, Anni Reiter, Michael Roßberger und Beatrice Mallinckrodt. Seit 25 Jahren sind Christa Mörtl und Sepp Schobersteiner Mitglied, ebenso wie die abwesenden Jürgen Daut, Renate Dorfleitner, Sabine Heydecker und Regina Uhlig. Den Abschluss bildete ein Vortrag von Dr. Josef Heringer aus Laufen. Der 89-jährige Gärtner, Landespfleger und weltweit tätige Experte steht für das Ziel: „Die Kunst, die Erde zu bewirtschaften und fruchtbar zu machen“. Er berichtete von seiner Arbeit, Menschen in Problemzonen den Wert des Gartens zur Selbstversorgung zu vermitteln. Angesichts wachsender Bevölkerung und schwindender Ackerflächen sollten die Menschen durch Selbstversorgung aus dem Garten einen Beitrag leisten. Heringer appellierte leidenschaftlich für naturnahe Gärten mit Hecken, Sträuchern und Obstbäumen statt Kiesflächen und Koniferenzäunen. „Die Zukunft gehört den Gärtnern, sie liegt im Gartenbau und nicht in der Agroindustrie“, war sich Heringer sicher. Er betonte, Gärten sollten „Schnabel- und Augenweide und Ohrenschmaus“ bieten, um die Vielfalt bei Insekten und Tieren sowie die eigene Lebensqualität zu steigern. fkr

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