Gemeinderat lehnt teuren Anbau für Quad ab

von Redaktion

Die energetische Sanierung der Wasserwacht am Chiemsee-Ufer schreitet voran, doch eine Erweiterung lehnte der Gemeinderat ab. Ein geplanter Anbau für ein Quad war mit Mehrkosten von rund 110.000 Euro zu teuer. Die Räte forderten die Wasserwacht auf, günstigere Standorte zu prüfen.

Bernau – Die Wasserwacht Bernau will ihr Gebäude am Ufer in Bernau-Felden energetisch sanieren. Einstimmig hatte der Gemeinderat diesem Antrag im Dezember vergangenen Jahres unter Auflagen zugestimmt. Vorerst abgelehnt wurde aber nun in der jüngsten Sitzung ein weiterer Antrag der Wasserwacht. Diese möchte im Rahmen der Ertüchtigung an das Gebäude einen Anbau für ein Quad samt integrierter Tankstelle setzen. Im Vorausgang hatte Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) den derzeitigen Sachstand erläutert. Im Dezember 2025 hatte der Gemeinderat den Austausch der Heizung im Wasserwachtgebäude beschlossen. Hierfür sollen auch entsprechende Förderungen in Anspruch genommen werden. Weiter hatte das Gremium seinerzeit beschlossen: „Für die weiteren Maßnahmen gibt die Wasserwacht eine Priorisierung ab, die dann entsprechend in den Haushalt eingestellt werden kann.“

Mittlerweile habe es ein Gespräch über die weiteren Planungen und Abläufe der Ertüchtigung des Wasserwachtgebäudes gegeben, informierte Biebl-Daiber. Die Planung sei laut BRK mit dem Ortsverband abgesprochen worden. Allerdings war ein Anbau für ein Quad samt integrierter Tankstelle in den bisherigen Planungen nicht enthalten. Eine weitere Planung für ein Quad und für ein Auto sehe selbst der BRK „als zu viel“ an.

In der Dezember-Sitzung war von Kosten in Höhe von 244.000 Euro die Rede gewesen. Nach der nun vorliegenden Kostenschätzung kommt die Ertüchtigung auf 254.100 Euro. Mit dem Anbau kämen allerdings noch Mehrkosten von knapp 110.000 Euro obendrauf. Die Verwaltung schlage deshalb vor, ein Signal auszusenden, ob der Anbau mitgetragen werden kann oder nicht. Zudem sei noch keine Priorisierungsliste vorgelegt worden. Die Reaktionen quer durch die Fraktionen im Gemeinderat waren eindeutig: Kein zusätzlicher Anbau, da dieser zu teuer sei. Peter Pertl (CSU) hakte bei der Eigenleistung nach. Diese sei zugesichert, erklärte die Rathauschefin. Stefan Saur (WMG) schlug vor, an der Surfhütte neben dem Wasserwachtgebäude anzubauen. Ein Vorschlag, der im Beschlussvorschlag Niederschlag fand.

Ein Anbau an das Wasserwachtgebäude wird vorerst abgelehnt. Stattdessen soll die Wasserwacht alternative Standorte für einen Anbau prüfen. Ebenso wird eine Unterbringung eines größeren Fahrzeugs in einem Anbau abgelehnt. Dieser Beschlussvorschlag wurde mit 16:0 von den Gemeinderäten angenommen.

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