Staudach-Egerndach – Als Mahner für den Frieden war das vergangene Jahr der Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft (KSK) Staudach-Egerndach besonders wichtig. Im Jahreslauf gab es einige Veranstaltungen, auf die Vorsitzender Bernd Koller in der Jahreshauptversammlung hinwies. Reservistenvertreter Hans Ranz informierte zudem über Änderungen in der Reservistenkameradschaft, die Auswirkungen auf die Mitgliederzahl haben könnten. Zunächst jedoch war Schriftführer Hartmut Köppen an der Reihe. Er erinnerte an die letztjährige Versammlung mit der Bestätigung der Vorstandschaft. Reservistenvertreter Hans Ranz informierte anschließend, dass sich die Situation der Reservisten im Verein etwas geändert habe. Diese müssen ihre Beiträge nun selbst zahlen, da diese nicht mehr vom Reservistenverbund getragen werden. Wie Ranz informierte, schlossen sich in der Vergangenheit auch Reservisten aus anderen Gemeinden an. Ob dies unter den neuen Bedingungen so bleibt, wisse er derzeit noch nicht. Der Stammtisch einmal im Monat soll jedoch in jedem Fall aufrechterhalten werden. Auch zur politischen Lage übermittelte Ranz einige besorgte Sätze. Er betonte, dass die Bundeswehr primär für die Landesverteidigung da sei. Eine Blockade in Hormus müsse nach seiner Ansicht nicht von der Bundeswehr geregelt werden.
Er verwies auf das Kreuz auf der Kampenwand, das als Mahnmal daran erinnert, wie gefährlich und katastrophal ein Krieg ist. Dabei sei es egal, ob es um Verteidigung gehe. Das Jahresgeschehen in der kleinen Kameradschaft mit 92 Mitgliedern rief Vorsitzender Koller ins Gedächtnis. Davon sind 38 KSK-Mitglieder und 54 Mitglieder aus dem Verbund der Reservisten.
Die KSK beteiligte sich an der Gauversammlung in Kienberg sowie dem Jahrtag der Vereine und legte dort einen Kranz nieder. Bei der Wallfahrt nach Maria Eck war die Kameradschaft ebenfalls mit von der Partie. Wie alle Achentalvereine gingen die Mitglieder von Bergen aus zur Wallfahrtskirche. Auch die Gedenkmesse auf der Kampenwand wurde besucht und an Erntedank die Fahne hochgehalten. Bei der Friedhofssammlung konnten 700 Euro für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt werden. Weiter berichtete Koller vom Volkstrauertag und schließlich von der gelungenen Adventsfeier. Diese wurde wie immer gemeinsam mit dem VdK durchgeführt. Im vergangenen Jahr galt es dort besonders, die Wiedergründungsmitglieder zu ehren. Zudem wurde zu neun runden Geburtstagen gratuliert und bei einer Beerdigung die Fahne gesenkt.
Für den abwesenden Kassenführer Andreas Fritzenwenger übernahm der Zweite Vorsitzende Franz Heigenhausen den Kassenbericht. Er legte gesunde Zahlen vor, und die ordnungsgemäße Arbeit wurde von Kassenprüfer Klaus Weisser bestätigt. „Die KSK ist ein Ort des Zusammenhalts, des Erinnerns und des gemeinsamen Anpackens“, so Bürgermeisterin Martina Gaukler. Sie betonte, dass der Verein für die Gemeinschaft, die Kameradschaft und die verbindenden Werte stehe. Alle tragen Verantwortung und sollten denen Dankbarkeit zeigen, die militärischen Dienst geleistet haben. Sie forderte Respekt vor den Leistungen der Veteranen sowie Anerkennung für die Soldaten. Wichtig sei es, den Blick auf das Menschliche zu richten. Gaukler dankte allen, die sich ehrenamtlich in der Traditionspflege und der Gedenkpflege am Volkstrauertag sowie auf der Kampenwand engagiert haben. Tausende Menschen leben weltweit in ständiger Angst vor Gewalt und leiden unter den Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen. Dazu zählen Kälte, Hunger und fehlende medizinische Versorgung, aber auch Verrohung und Plünderungen. „Wir können nur fassungslos und ohnmächtig zusehen“, so Gaukler. Sie mahnte dazu, den Frieden in der Heimat durch gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe zu fördern. In seiner Vorschau verwies Koller auf den Jahrtag der Vereine am 12. April sowie auf die Fronleichnamsprozession am 7. Juni. Zudem bat er die Kameraden, wieder zahlreich bei der Wallfahrt nach Maria Eck am 21. Juni mitzugehen und die Gedenkmesse auf der Kampenwand am 30. August zu besuchen.
Tamara Eder