Schleching – In der jüngsten Gemeinderatssitzung verabschiedete Bürgermeister Josef Loferer seine Stellvertreterin Elfie Bachmann sowie einige Gemeinderäte, die in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr dabei sein werden. Da er selbst auch nicht mehr im Gremium vertreten sein wird, hat Johanna Detsch von der Verwaltung die vergangenen 18 Jahre der Amtszeit des Bürgermeisters durchforstet und die vielen erfolgreich durchgeführten Projekte aufgelistet.
Bürgermeister Josef Loferer fühlte sich als Bindeglied zwischen den Mitarbeitern in der Verwaltung und den Gemeinderäten. Ohne seine vielen Initiativen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten würde es zahlreiche Neuerungen nicht geben. Dazu zählen Siegel, Grunderwerb, Sanierungen sowie Neu- und Umbauten. Auch gesicherte Trinkwasserleitungen, der Ausbau des Schmugglerwegs, das soziale Netzwerk, der Dorferneuerungspreis und die Ortsumfahrung Raiten gehören zu den vielen Erfolgen, um nur einige Punkte zu nennen.
Johanna Detsch verlas eine lange chronologische Liste mit den Projekten. Außerdem gab es auch noch das ehrenamtliche Engagement vom Bürgermeister, das über die Jahre viel Zeit und persönlichen Einsatz kostete.
Elfie Bachmann meinte, dass sie und Sepp Loferer gemeinsam 1996 im Gemeinderat angefangen haben und nun gemeinsam nach 30 Jahren aufhören. Seit 2008 war Elfie Bachmann als Zweite Bürgermeisterin tätig. Zudem war sie seit 2008 Vertreterin der TG III und engagierte sich von 1996 bis 2008 im Finanzausschuss.
Der dienstälteste Gemeinderat ist Andi Hell, der von 1990 bis 2026 das Ortsleben nachhaltig geprägt hat. Er brachte seine Expertise als Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss (1996-2020) sowie im Bau- und Finanzausschuss ein. In seinen 36 Jahren im Amt setzte er sich stets für die Sache ein, um zur Lösung beizutragen.
In seiner Amtszeit ist viel vorangegangen, etwa für die Dorferneuerung, das Bergsteigerdorf, den Nachhaltigkeitspreis und das Ökomodell. An die Verwaltung gerichtet sagte er: „Vergelt’s Gott für die bärige Zusammenarbeit.“
Auf achtzehn Jahre Gemeinderatstätigkeit konnte Remigius Bauer zurückblicken, der im Finanzausschuss (2008-2020) und im Rechnungsprüfungsausschuss (2014-2026) mitgearbeitet hat. Von 2008 bis 2014 war er zudem als Jugendreferent tätig. Eingesetzt hat sich Remigius Bauer immer besonders für den Wintertourismus und gute Loipen.
Claus Rathje ist seit 2014 im Gemeinderat und hatte seit dem Jahr 2020 den Vorsitz im Rechnungsprüfungsausschuss inne. Josef Loferer erinnerte in der Sitzung an den mahnenden Zeigefinger von Rathje, wenn es um die Ausgaben der Gemeinde ging.
Felix Laubhuber, Stephan Mix, Christian Zaiser und als Nachrücker Andreas Hafner waren in der letzten Legislaturperiode dabei. Sie sind im neuen Gemeinderat nicht mehr vertreten. Bürgermeister Josef Loferer dankte allen Ausscheidenden ausdrücklich für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Den verbleibenden Gemeinderäten Timo Kleinschroth, Michael Bachmann, Martina Hammerl-Tiefenböck und Michael Eisenberger wünschte der Bürgermeister weiterhin eine gute Hand. Er fand für alle ausscheidenden und verbleibenden Gemeinderäte persönliche Worte, verbunden mit großem Respekt für das ausgeführte Amt und die zur Verfügung gestellte Freizeit. Gemeinsam erinnerten sie sich an tiefgreifende Erlebnisse, wie die Evakuierung von Raiten im Jahr 2019 oder die Hochwassersituation 2013.
Zu seiner eigenen Situation resümierte Josef Loferer, dass für ihn nun eine Ära in seinem Leben zu Ende geht, die deutliche Spuren hinterlassen habe. Seine Familie habe oft auf ihn verzichten müssen, was seiner Arbeit als Bürgermeister und seinen vielen Ehrenämtern geschuldet war.
Er freut sich nun auf die Zeit, in der er nicht immer aufs Handy schauen muss, Zeit für seine Enkel hat und in Ruhe in den Bergen unterwegs sein kann. Er bedankte sich bei den Mitarbeitern im Rathaus, bei den Gemeinderäten seiner Dienstzeit und allen Institutionen für die Unterstützung.