Mehr Platz für Sport in der Bernauer Turnhalle

von Redaktion

Gemeinderat gibt grünes Licht für Umbau der Mehrzweckhalle

Bernau – Mit 16:0 hat der Gemeinderat Bernau in seiner jüngsten Sitzung den Umbau der Küche zu einem Gymnastikraum mit kleiner Küche in der Mehrzweckhalle beschlossen. Der TSV Bernau braucht mehr Übungsraum, da die Kleinsporthalle im Zuge der Erweiterung und Sanierung der Grundschule wegfällt.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) verlas den Antrag des TSV Bernau. Darin wird vorgeschlagen, die bestehende Küche komplett abzubauen und zu entsorgen. Als Ersatz soll in dem anliegenden Nebenraum eine neue kleine Küchenzeile installiert werden. Aus der alten Restküche und dem bestehenden Raum entsteht somit laut TSV eine Fläche von rund 70 Quadratmetern, die kleinere Gruppen zum Sport oder für Pilates- und Yogakurse nutzen können. Zur Abgrenzung und zum Schallschutz gegen die Sporthalle soll eine passende Holzverkleidung mit integrierten drei Fenstern angebracht werden.

Rund 12.000 Euro
Kosten für den Umbau

Der hintere Stauraum der „Wichtel“ bleibt unberührt. Die Kosten des Umbaus belaufen sich auf rund 12.000 Euro. Der Naturkindergarten kann den Raum immer noch als Notunterkunft nutzen, da die Gymnastik abends stattfindet. Auch die Leiterin des Awo-Kindergartens habe sich dem Umbau gegenüber offen gezeigt, so Biebl-Daiber. Die finale Entscheidung durch den Geschäftsführer der Awo stehe jedoch noch aus.

Bezüglich der Kosten habe der TSV angeboten, entweder selbst zu bauen und dann den Raum kostenlos zu nutzen oder zu bauen und den Betrag vorzustrecken. Alternativ könnte die Gemeinde die Maßnahme baulich und finanziell übernehmen. „Da sich die Halle im Besitz der Gemeinde befindet, schlägt die Verwaltung vor, dass die Maßnahme auch von der Gemeinde umgesetzt wird.“

Zudem soll für die Nutzung des Raumes eine Benutzungsgebühr erhoben werden. Zur Debatte standen entweder zehn Euro pro angefangener Stunde zuzüglich der jeweils geltenden Umsatzsteuer oder eine Gebühr analog eines Hallenteils, also 16 Euro je angefangene Stunde. Von Gebühren für das Training von Kindern und Jugendlichen soll abgesehen werden. Über das Buchungssystem Locaboo soll der neue Raum künftig buchbar sein.

Sportreferent und Gemeinderat Matthias Vieweger (CSU) bat um ein schnelles Handeln. Ulla Zeitlmann (Grüne) meinte, dass man den Raum nicht unter dem Marktpreis anbieten sollte. Auch Peter Pertl (CSU) schlug vor, bei externen Anbietern mehr zu verlangen. Vieweger erklärte daraufhin, dass Bernaus Vereine immer Vorrang vor externen Anbietern haben werden. Katrin Hofherr (SPD) befand, dass so manch andere Räumlichkeit im Ort für Sportkurse „sicher interessanter“ sei als dieser Raum in der Mehrzweckhalle.

Martin Pollinger (SPD) hakte nach, ob die neue Küchenzeile ausreichend bemessen sei für größere Veranstaltungen, was Bürgermeisterin Biebl-Daiber bejahte. Dem abschließenden Beschlussvorschlag, den Raum umzubauen und die Kosten in die Haushaltsplanung aufzunehmen, schloss sich der Gemeinderat einstimmig an. Für die Nutzung des Gymnastikraumes werden zehn Euro pro angefangener Stunde für Bernauer Vereine oder 16 Euro zuzüglich der jeweils geltenden Umsatzsteuer für externe Vereine und Gruppen erhoben.

Neue Rechtsform für
die Mehrzweckhalle

Von der Erhebung der Nutzungsgebühr für Kinder – und Jugendliche wird abgesehen, wenn das Angebot von internen Vereinen stammt. Ebenso einstimmig beschloss der Gemeinderat, im Zuge dieser Umbaumaßnahme die Mehrzweckeinrichtungsbenutzungssatzung neu zu regeln. Die Regelungen sollen privatrechtlich in eine „Benutzungsordnung“ überführt werden, wobei der Regelungsgehalt dabei 1:1 erhalten bleibt. Auch die Gebührenerhebung wird künftig privatrechtlich geregelt.

Die Höhe der Benutzungsgebühren für die Halle bleibt dabei gleich, wie vom Gemeinderat im November 2022 beschlossen. Biebl-Daiber erklärte dazu: „Es ändert sich nur die rechtliche Form.“ Die Gemeinderäte sahen das ähnlich und schlossen sich dem Beschlussvorschlag zur Aufhebung der bisherigen Benutzungssatzung geschlossen an. Damit wird die rechtliche Grundlage für die Mehrzweckeinrichtung modernisiert.

Elisabeth Kirchner

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