Nachruf

von Redaktion

Rimsting – Eine große Trauergemeinde begleitete Georg Werndl – von allen nur Buffy genannt – auf seinem letzten Weg. Seelsorger Josef Klinger und viele seiner Wegbegleiter schauten auf sein Leben zurück. Buffy starb im Alter von 61 Jahren.

Geboren wurde Buffy 1964 als viertes von insgesamt fünf Kindern. Seine Schullaufbahn absolvierte er in Rimsting, Greimharting und Prien. Schon in jungen Jahren musste er 1975 den Verlust seines 23-jährigen Bruders Klaus verkraften. Den Grundwehrdienst leistete Buffy 1984 bis 1985 beim Fallschirmjägerbataillon und erlangte den Dienstgrad des Obergefreiten. Ihm wurde für seine Verdienste die Ehrenmedaille der Bundeswehr verliehen. Seine Lehre machte er in der Rimstinger Firma Huber Diffraktionstechnik. Er arbeitete sehr gerne bei der Firma und blieb ihr sein ganzes Berufsleben, fast 45 Jahre, treu.

„Ein Tüftler und Bastler war der Buffy“ – erst wenn das Ergebnis optimal war, war auch er zufrieden. Weltweit war er für die Firma Huber zur Montage, Installation und Wartung unterwegs. Er war aber nicht nur für seine Firma da – er liebte auch das Leben. In jungen Jahren führte Buffy mit Stolz nicht nur seinen perlmuttfarbenen Porsche aus, sondern sorgte in seinem mit viel Liebe hergerichteten Partyraum – bekannt geworden unter dem Namen „Fummelbunker“ – im Dorf für legendäre Partys. Dass er in der Damenwelt sehr beliebt war, war kein Geheimnis. Im Alter von 23 lernte er dann Sabine kennen, die er 1992 heiratete und im selben Jahr mit ihr ein gemeinsames Haus baute.

Ein wichtiges Hobby wurde dann die Almhütte, die Sabine mit in die Ehe gebracht hatte.

Diese wurde nicht nur mit viel Freude zum Juwel ausgebaut, sondern hier traf man sich mit Familie und Freunden, um nicht nur gemeinsam zu arbeiten, sondern auch zu feiern. Er genoss nicht nur beruflich, sondern auch privat das Reisen.

So war er mit seiner Frau und seinen Freunden auf der ganzen Welt unterwegs. Doch auch das Dorf war ihm wichtig und so im Vereinsleben sehr aktiv. Als Mitglied im Trachtenverein und Rauchclub, als Vorturner, Oberturnwart und Übungsleiter im TSV und 34 Jahre als Zweiter Vorstand in der Krieger- und Soldatenkameradschaft war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, den Vereinen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auf Buffy konnte man immer zählen.

Er war ein immer gern gesehenes Mitglied der Vereine, die er mit seiner charismatischen und umgänglichen Art sehr bereichert hat. Auch bei der Laienbühne hat er als Gasttheaterspieler sein Talent unter Beweis gestellt. Im Jahr 1996 erkrankte er das erste Mal an Krebs. Doch er kämpfte sich nach zwei Operationen und Chemotherapien wieder in das Leben zurück. Für den Familienmensch Buffy blieb dadurch seiner und Sabines Kinderwunsch unerfüllt. Knapp 30 Jahre später, Mitte 2023, bekam er dann erneut die Diagnose Krebs. Es folgten wieder Chemotherapien und Bestrahlungen.

Im November 2025 ging Buffy schließlich die Kraft aus und er beendete die Therapien. Er wurde daheim von seiner Familie, seinen Freunden, dem Jakobus SAPV Rosenheim, von Hausärztin Dr. Fabri und Pastoralreferent Josef Klinger liebevoll begleitet. Am 31. Januar schlief er friedlich zu Hause ein.

Artikel 1 von 11