Inzell – Es kann wieder losgehen am Soccerpark Inzell, sobald das Wetter es zulässt. Oliver Meyer, Dominic Sohn und Jürgen Schrödel übernehmen die Anlage für die nächsten 15 Jahre. Oliver Meyer, einer der neuen Pächter, stellte seine Pläne bei einem Treffen im Gebäude des Soccerparks vor. Anwesend waren Inzells Bürgermeister Michael Lorenz, Tourismuschef Markus Stuckmann, die Grundstückseigentümer Hans Plenk und Josef Dufter sowie namhafte Sponsoren und Kooperationspartner.
Zusätzliches Zuckerl
für den Urlaub in Inzell
„Toll, dass ihr alle gekommen seid und euch die Zeit nehmt“, begann Oliver Meyer aus der Pfalz seine Ausführungen an der schönsten Fußballgolf-Anlage Deutschlands, wie er mehrfach betonte. Er ist einer der drei neuen Betreiber der Anlage, die von Fußballgolfern aus Deutschland und europaweit sehr geschätzt wird. Meyer zeigte sich erfreut darüber, dass er sich mit seinen Partnern im Rahmen der letztjährigen Ausschreibung zur Nachfolgeregelung von Stephan Stiens erfolgreich durchsetzen konnte. Stiens besaß 2011 den unternehmerischen Mut, die Anlage in Inzell zu eröffnen und sie bis Ende 2025 erfolgreich zu betreiben.
Als neuer Betriebsleiter am Soccerpark Inzell fungiert Martin Söll, der bereits in seine elfte Saison geht und zudem Spielertrainer der ersten Mannschaft der SG Inzell/Weißbach ist. Mit im Boot ist auch Leo Schwarzkopf von der Anlage in Detmold. Er wird dort ein duales Studium starten und in Inzell weitere Erfahrungen sammeln, um Martin Söll zu unterstützen.
„Wir wollen und werden eine seit 15 Jahren erfolgreiche Anlage nicht auf links drehen“, gab Oliver Meyer klar zu verstehen. „Wir führen Bewährtes fort und entwickeln es weiter.“ Einiges wird sich jedoch verändern, auch wenn der Ball nach wie vor ins runde Loch muss. Die Partnerschaften mit den Verpächterfamilien sind für die nächsten 15 Jahre festgeschrieben, und die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Inzell bleibt bestehen.
Wichtig ist die Kontinuität. Deshalb wird es auch eine Verlängerung der Kooperation mit der Inzell Touristik GmbH in Sachen Chiemgau Karte für die kommenden drei Jahre geben. „Das wird von den Gästen sehr gut angenommen und ist ein zusätzliches Zuckerl für einen Urlaub in Inzell“, erklärte der ITG-Vorsitzende Markus Stuckmann.
Weiterhin gibt es eine Fortführung der Kooperation mit dem Sportcamp des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV). Bestes Beispiel für die Zusammenarbeit ist, dass bereits vor der offiziellen Eröffnung elf große Gruppen mit über 350 Kindern und Jugendlichen auf der Anlage waren. Ebenso wird die Zusammenarbeit mit dem Postferiendorf fortgeführt. Gäste des Postferiendorfs, die von schweren Schicksalsschlägen betroffen sind, dürfen weiterhin kostenfrei spielen.
Nach sieben Jahren Pause ist dieses Jahr wieder ein Fußballgolf-Großereignis in Inzell geplant. Die 21. deutsche Meisterschaft im Fußballgolf wird vom 10. bis 14. Juni in Inzell ausgetragen. Aktuell sind bereits 186 Teilnehmer aus ganz Deutschland angemeldet. Man rechnet mit etwa 170 Personen, die für mehrere Nächte in der Region übernachten werden.
Über die Jahre hat sich herauskristallisiert, dass circa 20.000 Gäste pro Jahr ihre Fußballkünste am Soccerpark Inzell verbessern wollen. Davon kommen etwa 5.000 Besucher über den BLSV und weitere 5.000 über die Chiemgau Karte. Für die Gemeinde Inzell hat sich das Projekt zu einem wichtigen touristischen Faktor entwickelt. Inzells Bürgermeister Michael Lorenz bedankte sich für die Einladung und freut sich auf die Zusammenarbeit. „Als das Ganze vor 15 Jahren begonnen hat, war ich, wie so viele andere Inzeller auch, skeptisch“, gab der Rathauschef zu. Doch die Anlage habe sich sehr positiv entwickelt und sorge für spürbar mehr Übernachtungen in der Gemeinde. Er wünschte den neuen Pächtern einen erfolgreichen Start.
Bevor es zum gemütlichen Teil überging, wies Oliver Meyer noch auf die aktuelle Personalsuche zur Teamerweiterung hin. Gesucht werden Vollzeit- und Teilzeitkräfte sowie Schüler und Studenten. Interessierte Unternehmen aus der Region, die zum Sponsorenpool hinzustoßen wollen, können sich ebenfalls direkt an die Betreiber wenden. Das werbliche Potenzial bei über 20.000 Besuchern pro Jahr sei enorm.