Blaskapelle Prien begeistert mit musikalischer Weltreise

von Redaktion

Moderator Martin Obermüller führt mit Humorvollem und Nachdenklichem durch das schwungvolle Programm

Prien – Das Frühschoppenkonzert der Blaskapelle gehört in Prien seit Jahrzehnten zum Ostermontag wie das Eiersuchen am Sonntag. Und so begrüßten die Priener Blasmusiker die Konzertbesucher im König-Ludwig-Saal gleich schwungvoll mit dem „Blasmusik in die Welt-Marsch“ von Martin und Stephan Hutter.

Wie es sich für einen anständigen Frühschoppen gehört, war mit Weißwürsten und Getränken auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Humorvolle und
nachdenkliche Töne

Die Zwischenmoderation übernahm wieder Martin Obermüller, mal humorvoll, mal nachdenklich. So trug er auch gleich nach der Begrüßung in Gedichtform seine Gedanken zum Wirtshaussterben vor. Damit verbunden die Bitte, doch wieder mehr zum Wirt zu gehen, auch „wenn’s bisserl mehra kost’“.

Kaiserin Sissi hatte die Berge geliebt, und so passten die beiden folgenden Stücke, der nach ihr benannte Marsch und die Polka „Bergliebe“ von Alexander Stütz, auch wunderbar zusammen.

Es folgten die „Oster Polka“ von Antonín Dvorák, „Die Liebste“ von Jaroslav Tvrdy und die Polka „Leidenschaft“ von Alexander Pfluger. Passend dazu eine amüsante Geschichte von einem Ehepaar, bei dem die Leidenschaft allerdings schon so weit abgekühlt war, dass er seine Frau erst am Montag wiedersehen will, um ein schönes Wochenende zu verbringen.

Unter der Leitung von Karl-Wilhelm Hurtsch lud die Blaskapelle dann mit dem Walzer „Träumerei“ die Zuhörer dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen. Zum „Musikantentraum“ gab es eine Anekdote zum guten bayerischen Bier, das natürlich auch vor Ort ausgeschenkt wurde.

Mit der Geschichte über lebensgefährliche Safari-Reisen und dass Fernweh gehörig Heimweh erzeugen kann, wenn der Urlaub nicht das hält, was er verspricht, leitete Martin Obermüller auf ein besonderes Schmankerl des Konzerts hin. Eine musikalische Reise nach Italien und Spanien mit dem Solostück „La Tromba Espaniola“, bei dem die drei Trompeter Bastian Voggenauer, Kilian Huber und Michael Hefter brillierten, erzeugte sowohl bei Einheimischen als auch bei den zahlreichen Gästen im Saal Fernweh nach dem Süden.

Und einmal im Süden angekommen, brachte das Schlagerpotpourri mit bekannten Stücken wie „Quando, quando, quando“, „Volare“ oder „Amore, Amore“ auch gleich noch die Sehnsucht, Leichtigkeit und Lebensfreude Italiens in den König-Ludwig-Saal.

Die anschließende musikalische Entdeckungsreise nach Tasmanien und Australien auf den Spuren des niederländischen Seefahrers Abel Tasman und dem gleichnamigen Konzertmarsch aus der Feder von Alexander Pfluger kündigte dann das Ende der Konzertreise an.

Aber die erfahrenen Konzertbesucher rechneten da schon damit, dass sie sich mit starkem, rhythmischem Applaus noch Zugaben erklatschen würden. „Geht no oana?“, fragte Martin Obermüller seine Mitmusiker, und so gab es nach einem amüsanten Gedicht zur Gegenwart noch die „Ehrenwort-Polka“ und den „König Karl Marsch“ zu genießen. Mit „Eine letzte Runde“ beendete die Priener Blaskapelle dann unter viel Applaus nach eineinhalb Stunden das gelungene Osterkonzert. Anita Berger

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