München/Schleching – Die Münchener Traditionsbrauerei Augustiner-Bräu wird Pächter des Berggasthofs Streichen. Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags setzen „Kulturerbe Bayern“ und die Augustiner-Bräu Wagner KG ein starkes Zeichen für die Zukunft des Streichens. Ziel ist es, den historischen Gasthof in Schleching wieder als besonderen Ort für Gastlichkeit, Kultur und Begegnung aufleben zu lassen. Der Gastbetrieb soll im Frühsommer starten.
Gepflegte
Tradition
Der Pachtvertrag zwischen der Stiftung „Kulturerbe Bayern“ und Augustiner-Bräu markiert auf diesem Weg einen weiteren wichtigen Schritt. Im Jahr 2021 erwarb die gemeinnützige Stiftung „Kulturerbe Bayern“ den Gasthof zusammen mit der „Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung“ und mit der Unterstützung der Schlechinger Initiative „Die Streichenfreunde“. Gemeinsames Ziel: den Gasthof in der Tradition des 2020 verstorbenen Wirts Franz Strohmayer wieder zu eröffnen und für alle zugänglich zu erhalten. Dazu läuft seit 2023 unter der Regie von „Kulturerbe Bayern“ die denkmal- und klimagerechte Instandsetzung des Gasthofs, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1435 zurückreichen.
Der Berggasthof Streichen sei ein identitätsprägender Ort für Schleching, das Achental und den gesamten Chiemgau, meint Dr. h.c. Nikolaus Walther, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Kulturerbe Bayern“, und ergänzt zur Pachtvereinbarung: „Für uns ist der Streichen ein Herzensprojekt. Umso mehr war es uns wichtig, einen Pächter zu gewinnen, der unsere Werte teilt.“ Thomas Wilde, Vorstand der „Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung“, ergänzt: „Augustiner hat in seiner langen Geschichte immer wieder bewiesen, dass die Brauerei die Verantwortung für Wirtshauskultur und bauliches Erbe gleichermaßen ernst nimmt.“
„Der Streichen ist ein Ort mit Geschichte, Seele und einer außergewöhnlichen Ausstrahlung. Wir freuen uns sehr, als Pächter die Zukunft des Berggasthofs mitzugestalten“, betont Ralph Schömig, Verkaufsleiter Augustiner-Bräu. Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb könnten besser nicht sein, meint er. „Kulturerbe Bayern“ habe bei der Instandsetzung eindrucksvoll gezeigt, wie Denkmalschutz, Respekt vor der historischen Substanz und ein sensibler Umgang mit Natur und Nachhaltigkeit zusammenfinden könnten. Diese Qualität schaffe eine starke Grundlage für den Betrieb des Gasthofs.
Drei historische
Gaststuben
Die künftige Gastronomie und der geplante Beherbergungsbetrieb sollen einen Gasthof mit 90 Sitzplätzen in drei historischen Gaststuben und einem neuen Gastraum umfassen. Hinzu kommen laut Mitteilung ein für private Feiern ausgerichteter Kaser mit 60 Plätzen, ein Biergarten mit 140 Sitzplätzen sowie elf Gästezimmer, darunter vier historische Zimmer im früheren Mesnerhaus.