Leserbrief zum Artikel „Posten-Poker in Prien: Wer wird Vize?“ (Lokalteil)
Die Diskussion um die Besetzung der weiteren Bürgermeisterposten in Prien zeigt einmal mehr, wie entscheidend es ist, dass Frauen in kommunalen Führungspositionen nicht nur symbolisch vertreten sind, sondern aktiv Verantwortung übernehmen. Mit Rosi Hell und Anna Schlemer stehen zwei erfahrene Prienerinnen zur Verfügung, die nicht nur über politische Kompetenz verfügen, sondern sich auch durch langjähriges Engagement für ihre Heimatgemeinde auszeichnen. Beide haben im Wahlkampf und bei der Kommunalwahl überzeugt: Sie nehmen die Anliegen der Bürger ernst, entwickeln tragfähige Lösungen und bringen unterschiedliche Perspektiven ein – und zwar zu allen relevanten Themen für Prien. Gerade auf kommunaler Ebene, wo Entscheidungen direkte Auswirkungen auf das tägliche Leben haben, ist vielfältige Repräsentation unerlässlich. Frauen bringen andere Erfahrungen und Blickwinkel ein – in sozialen Fragen ebenso wie in der Ortsentwicklung oder Verkehrspolitik.
Diese Perspektiven sind kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil guter Politik für alle. Dass darüber überhaupt noch diskutiert werden muss, zeigt, wie viel Weg noch vor uns liegt. Es geht nicht um Quoten, sondern um Gerechtigkeit, demokratische Repräsentation und bessere Entscheidungen – und nicht um die ewigen männlichen Seilschaften und eine Politik à la „des hama imma scho so gmacht“ oder „never stop a running system“.
Die Wahl von Rosi Hell und Anna Schlemer zur Zweiten und Dritten Bürgermeisterin wäre daher ein wichtiges Signal für Prien und die Region: Kompetenz zählt, Engagement wird anerkannt, und Frauen nehmen endlich den Platz ein, der ihnen zusteht und der durch die Wählerinnen und Wähler auch klar kommuniziert wurde.
Nina Weinland
Rimsting