Prien – In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats wurde über den Bau eines Durchlasses anstelle der bisherigen Brücke beraten. Die Überführung führt über die Chiemgau-Bahn von Prien nach Aschau im Bereich Bauernberg. Andreas Gasteiger von der Bautechnik erklärte, dass sich die Brücke in einem kritischen Zustand befinde.
Nachdem alle Möglichkeiten geprüft wurden, erwies sich der Durchlass als die günstigste Variante. Leider gibt es für dieses Vorhaben keine staatliche Förderung. Die Umsetzung ist für den Zeitraum von Februar bis Juni 2027 geplant. Dieser Zeitraum wurde gewählt, da die Chiemgau-Bahn wegen der Generalsanierung der Deutschen Bahn ohnehin nicht verkehrt.
Leonhard Hinterholzer (Die Grünen) hinterfragte die Notwendigkeit der Maßnahme. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) stellte klar, dass es sich um eine gewidmete Gemeindeverbindungsstraße handele. Daher sei die Marktgemeinde verpflichtet, die marode Brücke zu erneuern.
Ein kompletter Brückenneubau bei einer Breite von 3,50 Metern würde knapp 1,3 Millionen Euro kosten. Der nun geplante Durchlass schlägt mit rund 900.000 Euro zu Buche. Trotz der hohen Kosten gibt es keine finanziellen Zuschüsse von außen.
Innerhalb des Gremiums kam es zu kritischen Wortmeldungen bezüglich der Finanzierung. Michael Anner (CSU) monierte, dass der Golfclub in Bauernberg maßgeblich von der Verbindung profitiere. Er ärgerte sich darüber, dass sich der Club jedoch nicht an den Kosten beteilige.
Auch Ludwig Ziereis (CSU) stellte die Sinnhaftigkeit infrage und wollte wissen, welche Priener Bürger diese Straße im Alltag tatsächlich benötigen würden. Trotz dieser Einwände sprach sich die Mehrheit für die Maßnahme aus. Die Abstimmung ergab ein 16:6 für den Bau des Durchlasses. wp