Gstadt erwirtschaftet Millionen-Überschuss

von Redaktion

Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Gstadt schließt mit einem Überschuss von 2,5 Millionen Euro ab. Trotz des positiven Ergebnisses gab es einige kritische Anmerkungen des Rechnungsprüfungsausschusses zu klären.

Gstadt – Einstimmig genehmigte der Gemeinderat von Gstadt in seiner jüngsten Sitzung die Jahresrechnung 2025. Dabei macht der Sollüberschuss aus 2025 2,5 Millionen Euro aus, der an die allgemeine Rücklage überführt werden soll. Ein Betrag, den man sich „bitte auf der Zunge zergehen lassen“ soll, betonte Bürgermeister Bernhard Hainz (FGW), ehe er vorwarnte: „Das bleibt sicher nicht so!“

Prüfer bescheinigen
sorgfältige Arbeit

Zuerst bekam jedoch der Rechnungsprüfungsausschuss (RP) das Wort. Namens seiner Kollegen erläuterte Michael Rappl (FWG) das Ergebnis der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2025. Die Finanzlage der Gemeinde sei als geordnet anzusehen. Die Prüfer bescheinigen „eine einwandfreie und sorgfältige Verwaltungsarbeit.“ Allerdings seien dem RP drei Punkte aufgefallen, die es zu klären gelte, so Rappl.

Die hohen Preise für die Nachrüstung der neuen elektronischen Schlösser für das Gemeindehaus Gollenshausen konnte Bürgermeister Hainz damit begründen, dass der entsprechende Grundsatzbeschluss für die Umrüstung Mitte 2023 gefällt wurde, dass aber zwischenzeitlich die Metallpreise stark gestiegen seien.

Der Ausschuss mahnte des Weiteren den „sehr hohen Wasser- und Abwasserverbrauch beim Anwesen Seeplatz 5 (Tourist-Info)“ an, auch wenn die Menge des verbrauchten Wassers aufgrund der öffentlichen Toiletten in der Tourist-Info plausibel erscheine. Aus den Reihen des Rates wurde angeregt, Wassersparmöglichkeiten, wie beispielsweise Spartasten bei den Toiletten, zu überprüfen.

Gelder für Feuerwehr
und Segelhafen

Ein weiterer Punkt war dem RP aufgefallen: der Pachtzins für den Kiosk Seehäusl am Strandbad in Gollenshausen, zuletzt im Januar 2023 erhöht. Hierzu legte Bürgermeister Hainz dar, dass der ursprüngliche Pachtvertrag seit dem 1. Januar 2000 laufe und dass man mit dem Pächter damals keine Indexregelung vereinbart habe. Letztmals sei 2023 erhöht worden, bestätigte Hainz: um 20 Prozent. In der Verwaltung habe man sich dahingehend abgestimmt, den Pachtzins nach einer Frist von fünf Jahren, also 2028, wieder zu überprüfen. Rappl wiederholte, dass den RP-Mitgliedern bei ihrer stichprobenartigen Überprüfung nichts Weiteres aufgefallen sei.

Der Gemeinderat beschloss daraufhin einstimmig, das Ergebnis der örtlichen Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2025 anzuerkennen.

Im Anschluss stellte Bürgermeister Hainz die Jahresrechnung samt Abschlusszahlen vor, die Kämmerer Karl-Heinz Heitauer vorbereitet hatte. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 9,242 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 4,914 Millionen Euro. Aus dem Verwaltungshaushalt werden gut 4,54 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt. Damit ergibt sich besagter Sollüberschuss von über 2,5 Millionen Euro. Bürgermeister Hainz sagte weiter, dass der Bestand an Verwahrgeldern in 2025 knapp 680.000 Euro ausmacht.

Von den „alten“ Haushaltsausgabenresten sollen im diesjährigen Haushalt der Feuerwehr für die Anschaffung eines Fahrzeugs und den Umbau des Feuerwehrhauses zusammen knapp 540.000 Euro gutgeschrieben werden. Dem Straßenbau sind über 350.000 Euro, dem Segelhafen Gollenshausen 70.000 Euro und dem Dorfplatz/Anneranwesen-Hochbau 2,2 Millionen Euro gewidmet. Für Wasserversorgung werden im Hoch- und Tiefbau über 343.000 Euro eingeplant.

Einstimmige
Entlastung

Ohne weitere Nachfragen genehmigten die Räte die vorgelegte Jahresrechnung und den Übertrag der Haushaltsreste in den diesjährigen Haushalt. Dritter Bürgermeister Dominikus Schneider (FWG) übernahm dann die Entlastung: Für das Jahr 2025 wurde das Verfahren mit Durchführung der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung mit anschließendem Feststellungsbeschluss bereits abgewickelt. Anhaltspunkte, die einer Entlastung entgegenstehen, haben sich nicht ergeben. Mit 11:0 beschloss der Gemeinderat die Entlastung. Bürgermeister Hainz enthielt sich aufgrund persönlicher Beteiligung.

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