Prien – In der jüngsten Sitzung des Priener Marktgemeinderats ging es auch um die Änderung des Bebauungsplans „Wohnquartier Trautersdorf“.
Tiefgarage kommt
nun doch nicht
Wie Thomas Lindner von der Bauverwaltung erklärte, habe der Bauherr die Errichtung von vier Wohngebäuden mit einer Tiefgarage geplant. Eines sei bereits fertiggestellt. Es habe sich nun gezeigt, dass der Bau der Tiefgarage nicht realisierbar sei. Die Stellplätze könnten stattdessen oberirdisch nachgewiesen werden. Daher müsse der Bebauungsplan geändert werden.
Karina Dingler (Überparteiliche Wählergemeinschaft, ÜWG) bemängelte, dass man zustimmen müsse, damit der Wohnraum komme. Auch Angela Kind (Die Grünen) ärgerte sich, dass man zunächst eine Tiefgarage verspreche und dies dann nicht einhalte. Michael Anner (CSU) meinte, es sei schade, dass die Tiefgarage wegfalle und die Planung insgesamt schrumpfe. Es sei aber immer noch eine Verbesserung zu vorher. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) sagte, der städtebauliche Entwurf bleibe bis auf die Tiefgarage bestehen.
In Wettbewerben würden oft großartige Modelle präsentiert, die in der Ausführungsplanung als nicht realisierbar erachtet würden. Annette Resch (CSU) erklärte, dass das Projekt vor allem durch die Initiative des Ersten und Zweiten Bürgermeisters zustande gekommen beziehungsweise gerettet worden sei. Sie bekämen Wohnungen, und die seien dringend nötig. Man solle das Geschenk annehmen.
Carsharing
als Pflicht?
Gunther Kraus (CSU) schloss sich dem an. Für den sozialen Wohnungsbau müsse man Abstriche machen. Ulrich Steiner (Die Grünen) regte an, Carsharing als Voraussetzung zur Miete zu machen. Der Rat stimmte der Änderung des Bebauungsplans sowie dem Änderungsbeschluss jeweils einstimmig zu.