Inzell – Obwohl Peter Ober erst seit knapp einem Jahr im Amt ist, wirkte alles routiniert. Inzells Bürgermeister Michael Lorenz bezeichnete ihn als „Glücksgriff“. Der Vorsitzende der „Falka-stoaner Inzell“ blickte bei seiner ersten Jahresversammlung sehr anschaulich auf das vergangene Jahr zurück, das mit seiner Wahl zum Vorsitzenden begann. Sehr zur Freude gab es auch viele Ehrungen, darunter die Überreichung des Gauehrenzeichens an Gertraud Bauer und Vroni Egger.
Peter Ober konnte im Café Vroni über 100 Mitglieder begrüßen. Er berichtete von der zunächst problematischen Suche nach einem neuen Vorsitzenden, der Trachtenwallfahrt, dem Preisplatteln, den Brauchtumsabenden, den kirchlichen Festen, dem Gipfelkreuzleuchten am Gamskogel bis hin zum Michaeliritt und Volkstrauertag.
Sehr am Herzen liegen dem Vorstand die Kinder und Jugendlichen des Vereins. „Mia san der Verein mit der größten Nachwuchsarbeit in der Gemeinde und darauf deaff ma stoiz sei“, so Ober.
Schriftführerin Sofia Kötzinger berichtete von sieben Neuzugängen, 14 Sterbefälle und einem Austritt. Somit gehören dem Trachtenverein 517 Mitglieder an.
Schatzmeisterin Julia Wellinger zeigte sich zufrieden mit dem Kassenstand. Trotz hoher Ausgaben für die Mitgliederpflege (Trachtenfeste, Geschenke, Ehrungen und Ähnliches), die Kinder- und Jugendarbeit, Versicherungen, Steuerberater sowie die Kosten für das Preisplatteln konnte der Kassenstand ausgeglichen abgewickelt werden. Maßgeblich für die guten Einnahmen waren die Mitgliedsbeiträge, die Heimatabende, Spenden und die Auftritte der Kinder und Jugendlichen.
Röckifrauenvertreterin Marianne Eicher berichtete über ein abwechslungsreiches Vereinsjahr. Angefangen mit dem traditionellen Treffen an Lichtmess und dem Weiberfasching am unsinnigen Donnerstag stand die Gemeinschaft im Vordergrund. Die Röckifrauen waren aber nicht nur bei den Festen tatkräftig mit vor Ort, sondern auch bei den kirchlichen Veranstaltungen im vergangenen Jahr. „Bei uns gab es aber auch viel zu Feiern und es ist immer lustig, was beim Faschingskranzl und bei der Faschingshochzeit besonders deutlich wurde.“
Kinderleiterin Michaela Zenz zeigte sicher erfreut über die vielen Trachtenkinder, die neben den regelmäßigen Proben auch viel Spaß bei ihren zahlreichen Auftritten hatten. Vor allem bei den Brauchtumsabenden und im Postferiendorf dürfen sie mit Tänzen und Plattlern das Publikum begeistern und zeigen, was sie schon alles können.
Heidi Maier ist für die Jugendgruppe verantwortlich, und die Begeisterung bei den jungen Trachtlern (18 Dirndl und acht Buam) ist nach wie vor groß. Neben den Auftritten gab es im vergangenen Jahr auch viele gemeinsame Einsätze, angefangen vom Jahrtag, Fronleichnam (Kindltragen), der Pfingstroas, den Brauchtumsabenden, einem Tanzkurs in Weißbach, dem Dorfschießen bis hin zur Weihnachtsfeier mit Nikolaus im Trachtenheim. Sie ging auch auf die Erfolge bei den verschiedenen Preisplatteln ein.
Im Anschluss wurden langjährige Mitglieder für 40- bis 70-jährige Zugehörigkeit geehrt. Eine besondere Ehrung wurde jedoch Gertraud Bauer, Vroni Egger und Danei Egger zuteil. Den beiden Frauen, die 50 Jahre dem Verein angehören, wurde von Gebietsvertreter Alois Lankes für ihren jahrelangen Einsatz für die Inzeller Trachtler das goldene Gauehrenzeichen überreicht. Daniel Egger erhielt für seine Verdienste um den Verein und seine 70-jährige Mitgliedschaft ein Gaubild.
Inzells Bürgermeister Michael Lorenz brach nicht nur eine Lanze fürs Ehrenamt, sondern lobte Peter Ober für seinen interessanten Tätigkeitsbericht und gratulierte den Geehrten. „Inzell wird durch euch hervorragend präsentiert. Es is schee, wenn ma si midanand trifft.“
In diesem Zusammenhang dankte der Bürgermeister der „Fritz und Brigitta Gastager Stiftung“, durch deren Wirken der Gemeinde 14 Millionen Euro geschenkt wurden. Aus diesem Grund und ihnen zu Ehren wurde das neue Vereinshaus im Kurpark errichtet. wet