Inzell – Seit 1967 gibt es den Pommern-Lift in Inzell, der sich seit fast 60 Jahren großer Beliebtheit erfreut. Jedes Jahr finden viele Wintersportbegeisterte den Weg zum ‚Pommern Sigei‘, der mit viel Herzblut beste Bedingungen schafft.
Flexible Saisonzeiten
je nach Schneelage
Der Anfängerlift ist ideal für Skifahrer und Snowboarder und bietet drei Schwierigkeitsgrade mit passenden Ausstiegsmöglichkeiten. Die unterste Ausstiegsstelle führt zu einem kurzen, sehr flachen Hang, ideal für die ersten Versuche. Bei der zweiten Ausstiegsstelle ist der Hang deutlich länger und bietet eine größere Steigung, um weiter zu üben. Bei der obersten Ausstiegsstelle hat man den gesamten Hang von etwa 500 Metern vor sich. Das erste Stück ist dabei noch einmal etwas steiler und mit 48 Prozent schon herausfordernd.
Beim Pommern-Lift gibt es keinen offiziellen Eröffnungstermin und ebenso kein festes Ende. „Sobald wir genügend Schnee haben, lassen wir den Lift laufen, und das kann auch schon Ende November sein, so wie in dieser Saison am 29. und 30. November. Zu diesem Zeitpunkt waren auch schon einige Skibegeisterte vor Ort, denn jeder will fahren“, erzählt Sigei Häusler freudestrahlend getreu dem Motto ‚Aufgmacht werd, wenn a Schnee do is‘.
Nach Weihnachten ging es mit wenig Schnee, aber viel schönem Wetter weiter. Der Skibetrieb ist besonders wichtig in den Ferien und bei guten Bedingungen. Zur Präparation gibt es je nach Schneelage mehrere Möglichkeiten.
Die Kommunikation mit den Wintersportlern hat sich sehr positiv entwickelt. „Viele Leute haben meine Nummer und ich übermittle über den Status von Whats- app die Betriebszeiten ebenso wie über Facebook. Dann wissen die Skifahrer und Snowboarder, ob sie kommen können.“ Viele Kunden kommen aus Mühldorf, Engelsberg, Altötting oder Trostberg; eine weite Anreise ohne Liftbetrieb wäre keineswegs förderlich.
„Die Kommunikation läuft sehr gut und die Kunden sind zufrieden, das ist das Wichtigste“, erzählt der Sigei, der mit 15 Jahren als ‚Liftler‘ begonnen hat, wie er stolz verkündet. Der gesamte Betrieb läuft in Eigenregie und ist ein Familienbetrieb. „Wir helfen alle zusammen und machen es gerne, ansonsten müsste man es bleiben lassen. Es hängt sehr viel Herzblut dran.“
Das Besondere am Pommern-Lift ist, dass es keine maschinelle Beschneiung gibt. Ein großer Vorteil ist dabei der flache Grashang, der auch ohne Maschinenschnee bei geringer Schneeauflage sehr gut zu befahren ist. Daher sind die Betriebstage sehr unterschiedlich. In der Saison 2024/2025 gab es lediglich 20 Tage, an denen der Lift in Betrieb war, und in der vergangenen Saison waren es 45 Tage.
Mehr Betriebstage
als im Vorjahr
Das Seil wird immer um Allerheiligen aufgebaut werden, und dann kann der Betrieb theoretisch beginnen. Seit Betriebsbeginn 1967 musste einmal das Seil ausgewechselt werden und die Bügel wurden zwischenzeitlich erneuert. Mit dem regelmäßigen TÜV ist die Anlage immer auf dem neuesten Stand, was den Skibegeisterten, die gerne zum Pommern-Lift kommen, besonders zugutekommt.