Sicher in die Zukunft

von Redaktion

72 junge Feuerwehrler bestehen im Landkreis Traunstein lebensrettende Prüfungen

Traunstein – Das Feuerwehrwesen im Landkreis wird nahezu vollständig durch Ehrenamtliche getragen – so auch im Landkreis Traunstein, in dem es keine einzige Berufsfeuerwehr gibt. Damit für die vielfältigen Aufgaben genügend gut ausgebildete Einsatzkräfte zur Verfügung stehen, betreibt der Kreisfeuerwehrverband seit vielen Jahren ein umfangreiches Lehrgangswesen. Dieses beginnt bei der Grundausbildung und reicht bis hin zu speziellen Fachlehrgängen.

Ausbildung und
Ausstattung entscheiden

In den vergangenen Wochen wurden im Inspektionsbereich „Florian Traunstein Land 3“, also bei den Feuerwehren im östlichen Landkreis, mehrere Lehrgänge und Prüfungen abgehalten. Insgesamt 72 Nachwuchskräfte konnten dabei wichtige Meilensteine in ihrer Grundausbildung erreichen.

„Um für die Aufgaben gewappnet zu sein, ist die Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute – neben der technischen Ausstattung – das sprichwörtliche ‚A und O‘ und unverzichtbar“, betont Kreisbrandinspektor Günter Wambach. „In den derzeit stattfindenden Jahresversammlungen der Feuerwehren höre ich als Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes immer wieder, dass großer Wert auf die Ausbildung gelegt wird.“

Das Fundament der Ausbildung wird im gesamten Freistaat auf Landkreisebene beziehungsweise in den kreisfreien Städten gelegt. Dort werden in der Regel sämtliche Basiskompetenzen vermittelt – von der Grundausbildung bis hin zu verschiedenen Aufbaulehrgängen, etwa zum Atemschutzgeräteträger oder zum Maschinisten für Löschfahrzeuge. Weiterführende Lehrgänge finden häufig an den Staatlichen Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg oder Würzburg statt. Hierbei kommt die sogenannte Modulare Truppausbildung zum Einsatz. Grundlage ist die Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 (FwDV 2), die die Aus- und Fortbildung der freiwilligen Feuerwehren regelt. Sie definiert Ausbildungsinhalte und Voraussetzungen, um Einsatzkräfte zu befähigen, Brände zu bekämpfen und technische Hilfe zu leisten.

Damit die Ausbildung durchgeführt werden kann, stellen die Gemeinden und Feuerwehren regelmäßig ihre Räumlichkeiten und Gerätschaften zur Verfügung und leisten damit einen wichtigen Beitrag. Ehrenamtliche Ausbilder aus den Reihen der Feuerwehren im Landkreis Traunstein unterrichten und trainieren die Nachwuchskräfte.

Prüfungen fanden kürzlich in Fridolfing, Kay, Petting und Waging statt. In Waging wurde ein Basismodul der Truppausbildung durchgeführt. 23 Teilnehmer aus den Feuerwehren Kirchanschöring, Kirchheim, Palling, Waging und Wonneberg wurden dort ausgebildet und erfolgreich auf die Prüfung vorbereitet. Neben den grundlegenden Tätigkeiten eines Trupps innerhalb einer taktischen Einheit für den Lösch- und Hilfeleistungseinsatz standen auch das situationsgerechte Verhalten im Einsatz und in der Öffentlichkeit, die Grundsätze der Hygiene sowie das Erkennen von Gefahren im Fokus.

Abschlussmodule, und damit das Finale der Grundausbildung, fanden schließlich bei den Feuerwehren in Fridolfing (17 Teilnehmer) und Kay (27 Teilnehmer) statt. Beteiligt waren unter anderem Einsatzkräfte aus Fridolfing, Kirchheim, Nirnharting, Palling, Petting, Pietling, Traunstein und Waging. Die Prüflinge wurden in ihren jeweiligen Feuerwehren ausgebildet und während der Lehrgänge gezielt auf die Prüfungen vorbereitet.

Alle Teilnehmer haben die Prüfungen bestanden und können nun die nächsten Schritte in ihrer Feuerwehrlaufbahn gehen. „Ein großes Dankeschön geht einmal mehr an die Ausbilder, die uns hierbei unterstützen, sowie an die Prüfer, die sich immer wieder zur Verfügung stellen“, zeigt sich der Kreisbrandinspektor im Nachgang zufrieden.

Menschenleben und
Sachwerte schützen

Unterm Strich können sich die Feuerwehren im östlichen Landkreis Traunstein über 34 fertig ausgebildete Einsatzkräfte freuen. Weitere 38 haben wichtige Meilensteine in der Grundausbildung erreicht und werden in den kommenden Monaten die noch fehlenden Module absolvieren. Insgesamt haben somit 72 Nachwuchskräfte in den vergangenen Wochen erfolgreich Prüfungen abgelegt, um ihr ehrenamtliches Engagement bestmöglich zum Schutz von Menschenleben und Sachwerten in der Region einzubringen.

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