Reit im Winkl – Insgesamt 335 Einsätze hatte die Bergwachtbereitschaft Reit im Winkl im vergangenen Jahr zu bewältigen. Dies gab Bereitschaftsleiter Leonhard Hanrieder bei der Jahresversammlung im AV-Heim bekannt. Im Verlauf der Versammlung standen neben der Bilanz auch besondere Ehrungen für jeweils 50 Jahre Dienst in der Bergwacht für drei verdiente Mitglieder im Mittelpunkt.
Eine Besonderheit für die aus 26 aktiven Einsatzkräften und sechs Anwärtern bestehende Bereitschaft waren im vergangenen Jahr die 28 Einsätze im Sommer. Die überwiegende Zahl der Einsätze fällt traditionsgemäß in die Winterzeit. Dabei geht es meist um Abtransporte verletzter Skifahrer im Skigebiet Winklmoos/ Steinplatte zum Bergwachtstützpunkt Winklmoos. Die Sommereinsätze verteilten sich auf Gebiete wie Winklmoos, Muckklause, Dürrnbachhorn und die Hemmersuppenalm.
Das Einsatzspektrum war dabei sehr weit gefächert. Es umfasste unter anderem einen Absturz über eine Felswand mit Reanimation sowie eine Leichenbergung am Dürrnbachhorn. Hinzu kamen eine Vermisstensuche im Bereich der Gräben-alm und die Rettung verirrter Wanderer nach Mitternacht am Fellhorn. Auch eine Panikattacke in der Klausenbergklamm forderte die Retter. Zusätzlich leistete die Bergwacht Vorsorgedienste bei Skirennen und Bergläufen.
Im vergangenen Jahr gab es eine Neukonstituierung des Ausbilderteams. Lea Schuster obliegt nach abgeschlossener Bergwachtausbildung die Betreuung der Anwärter. Zu den Ausbildungsangeboten zählten Klettern, Notfallmedizin, Lawinenausbildung und eine Rettungsübung an der Skiabfahrt.
In seinem Rückblick erwähnte Hanrieder zudem die vollständige Restaurierung des Marterls für Pankraz Reiter am Fellhorn. Auch gesellschaftliche Termine wie ein Ausflug ins Zillertal, die Weihnachtsfeier und die Teilnahme am Ferienprogramm prägten das Vereinsjahr. Ein eintägiges Praktikum wurde zudem für Firmlinge angeboten.
Kassier Fredi Hanrieder trug einen schlüssigen Kassenbericht vor. Die finanzielle Situation ist aktuell zufriedenstellend. Die Revisoren Hias Schlechter und Martin Schuster bescheinigten ihm eine vorbildliche Arbeit. In seiner Funktion als Bürgermeister dankte Hias Schlechter der Bergwacht für ihre hohe Einsatzbereitschaft. Die Retter genießen eine hohe Wertschätzung im Dorf. Ein besonderes Lob gab es zudem für die gelungene 100-Jahr-Feier im vergangenen Jahr.
Eine besondere Auszeichnung für 50 Jahre Dienst in der Bergwacht erhielten Toni Auer, Gerhard Grünbacher und Hans Wolfenstetter. Alle drei sind bereits 1976 in die Bereitschaft eingetreten. Sie haben die Bergwacht über viele Jahrzehnte mit großem Einsatz und in verschiedenen Funktionen mitgeprägt. Bereitschaftsleiter Leonhard Hanrieder überreichte ihnen zusammen mit seinem Stellvertreter Lorenz Höflinger eine Urkunde der Bergwacht Bayern sowie ein Geschenk der Bereitschaft. sh