Überregionalen Schwerverkehr ausbremsen

von Redaktion

Am Traunsteiner Festplatz errichtet die Stadt Schranken und will die Zufahrten regulieren

Traunstein – Ruhezeiten einhalten, Pause machen, übernachten: Für viele Lkw-Fahrer dient der Traunsteiner Festplatz als „Herberge“. Doch das soll sich ändern. An den zwei Zufahrten von der Siegsdorfer Straße errichtet die Stadt momentan Schranken. „Ziel ist es, die Nutzung des Geländes künftig besser zu steuern“, erklärt Pressesprecherin Agnes Giesbrecht auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung. Im Fokus dürfte vor allem der überörtliche Fernverkehr stehen. Insbesondere will die Stadt den „Schutz der Anwohner in den Abend- und Nachtstunden verbessern“, heißt es weiter.

Schon jetzt ist es Lastwagen verboten, zwischen 22 und 6 Uhr auf den Festplatz ein- und auszufahren. Die Beschilderung an den Zufahrten wäre klar und deutlich. Ansonsten war das Parken bis zu zwölf Stunden kein Problem. Aber die elektrischen Schranken, von denen eine bereits montiert ist, liegen in rund 2,50 Meter Höhe. Heißt: Gewöhnliche Pkw können auch weiterhin problemlos den Festplatz nutzen und darunter hindurchfahren. Wer mehr Höhe mitbringt, braucht eine Sondergenehmigung. Die Maßnahme wird also nicht nur Lkw, sondern auch Busse betreffen. Zentrumsnah gibt es für Busse bisher nur eine Handvoll Stellplätze am Karl-Theodor-Platz.

Wann genau die Schranken in Betrieb gehen, steht noch nicht fest. „Aktuell werden zunächst die baulichen Voraussetzungen geschaffen. Die konkrete Ausgestaltung der künftigen Regelung wird parallel dazu erarbeitet und befindet sich noch in der Prüfung“, so Giesbrecht. Und welche Lastwagen, Busse oder Firmen bekommen künftig eine Ausnahmegenehmigung für den Festplatz? Auch das sei momentan noch in Prüfung. Ziel für solch „begründete Fälle“ sei aber eine „praktikable Lösung“.

Offen ließ die Stadt Traunstein die Nachfrage, ob sie für auswärtige Busse oder Lkw Alternativstellplätze schaffen will, wenn die Maßnahme am Festplatz in Kraft ist.

Knapp 2.000 öffentliche Parkplätze gibt es in Traunstein insgesamt. Der Festplatz ist mit seinen rund 500 Stellplätzen dabei der mit Abstand geräumigste Großparkplatz. Entlang der Straßen sind es 700, der Rest verteilt sich auf den Karl-Theodor-Platz, den Park-and-Ride-Platz an der Güterhallenstraße und die Parkhäuser unter dem Rathaus und den Tunnel am Bahnhof. xe

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