VdK Staudach-Egerndach knackt die 100er-Marke

von Redaktion

Der VdK-Ortsverband Staudach-Egerndach wächst und hat die 100-Mitglieder-Marke geknackt. Bei der Jahreshauptversammlung wurde über die Erfolge des Sozialverbands und die großen Herausforderungen in der Sozialpolitik, wie Rente und Pflege, berichtet.

Staudach-Egerndach – Obwohl der Besuch der Jahresversammlung im Gasthof „Zum Ott“ eher gering ausfiel, wächst der Ortsverband, wie Vorsitzender Nikolaus Weisser mitteilte. Das Interesse am Verein resultiert vor allem aus der kompetenten Beratung in der Hauptgeschäftsstelle. Die Aufgaben des Vereins vor Ort sind gesellschaftlicher Art. Seine Mitglieder gelten als Kümmerer.

Nach einem ausführlichen Bericht des Schriftführers Wolfgang Pletzenauer und der Darlegung des Kassenbestands durch Kassenführer Peter Osterhammer berichtete Vorsitzender Nikolaus Weisser über die Aktivitäten des Vereins. Erstaunlich sei, dass erstmals die 100er-Marke geknackt wurde und nun 103 Mitglieder gezählt werden können. Weisser erinnerte an den Jahrtag der Vereine im April vergangenen Jahres, an die Sammlerveranstaltung in Chieming, die Kreisarbeitstagung, die der zweite Vorstand Franz Heigenhauser besuchte, und an die Sammlung „Helft Wunden heilen“, bei welcher 250 Euro gesammelt werden konnten. Am Volkstrauertag legte der Verein zum Gedenken einen Kranz nieder. Das Vereinsjahr endete traditionsgemäß mit der Weihnachtsfeier, die gemeinsam von KSK und VdK organisiert wurde.

Vorausblickend informierte der Vorsitzende über die Informationsveranstaltung des Kreisverbands am 12. Mai im Festzelt des Traunsteiner Frühlingsfestes mit den Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler und Siegfried Walch zur Sozialpolitik.

Gemeinsam mit Nikolaus Weisser konnten langjährige Mitglieder geehrt werden. So wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Pius Weiser und für 15-jährige Treue Johanna Höger ausgezeichnet.

Kreisvorsitzender Franz Heuberger informierte über die Arbeit in der Geschäftsstelle. Er bezeichnete den Ortsverband als vorbildlich, da er mit über 100 Mitgliedern über acht Prozent der Ortsbevölkerung im Verein verzeichnen kann. Er informierte zudem, dass Nikolaus Weisser der am längsten amtierende VdK-Ortsvorsitzende im Landkreis sei, und zollte ihm hierfür Dank und Anerkennung.

Ein großes Problem, so Heuberger, sei die Pflegeversicherung. Schon heute übersteigen die Kosten eines Altenheims den Beitrag der Pflegeversicherung um mehr als das Doppelte, sodass nicht selten Beiträge von 3.000 Euro monatlich bleiben, die der Pflegebedürftige selbst tragen müsse. Eine weitere Herausforderung werde die Gesundheitsvorsorge sein. „Wir haben gut funktionierende Krankenhäuser in Traunstein und Trostberg, und diese müssen wir erhalten“, betonte er.

Noch nie gab es so viele neue Mitglieder. Insgesamt hat der Kreisverband nun 16.600 Mitglieder. Das merkt auch die Kreisgeschäftsstelle, die 2.543 Anträge für ihre Mitglieder stellte, 532 Widerspruchsverfahren und sogar 142 Klagen vor dem Sozialgericht führte. Insgesamt konnten so 2,2 Millionen Euro für die Mitglieder erstritten werden. Mittlerweile seien bereits 106 Pflegebegleiter ausgebildet, die pflegende Familienangehörige entlasten.

Wie wichtig der VdK auch künftig sein wird, erklärte der Zweite Bürgermeister Peter Schwarz. Betrachte man die wirtschaftliche Lage und was auf der Welt so los ist, könne er sich vorstellen, dass die Mitgliederzahlen weiter steigen. Zudem werden jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Die Arbeit des VdK fällt im Ort nicht auf, geschieht im Verborgenen, und meist gehen Bürger erst zum VdK, wenn etwas ansteht. Was ihn, Schwarz, so freut, ist, dass es bei den Vereinen im Dorf meist keine Probleme mit der Übernahme von ehrenamtlichen Vereinsführungen gibt und sich immer wieder jemand findet. Er lobte die Arbeit des VdK vor Ort. tb

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