Gelungenes Theaterprojekt der „Kleinen Bühne Achental“

von Redaktion

Wie sechs Mädchen in Grassau und Übersee ihre ersten Bühnenauftritte meistern

Grassau/Übersee – Eine Woche lang in die Welt der Schauspielerei eintauchen, das konnten die Teilnehmerinnen des Theatercamps der „Kleinen Bühne Achental“, gefördert vom „Verein Integer“ und der LAG Chiemgauer Seenplatte. Sowohl bei der Generalprobe im neuen Theaterraum des „Vereins Integer“ wie auch auf der größeren Bühne im Freiraum Übersee begeisterten die kleinen Akteure mit ihrer mutigen und lustigen Vorstellung „Szenen einer Bank“.

Unter Anleitung der Schauspielerinnen Lorena Steffl und Elisabeth Küchle gelang es im Rahmen des Theaterprojekts „Kleine Bühne Achental“, sechs Mädels von der Schauspielerei zu begeistern, zu motivieren und mit ersten Auftritten aus ihren Komfortzonen zu locken. Kein einfaches Unterfangen und bereits bei der Generalprobe schien die Anspannung des Theaternachwuchses fast greifbar und in der Luft zu liegen. Da huschten noch ein paar Kinder aufgeregt durch den neuen Theaterraum, der wie ein Kino mit umlaufendem, schwarzem Tuch verhängt war, und nach dem auch der letzte Besucherplatz besetzt war, hob sich sinnbildlich zum ersten Mal der Vorhang. Noch etwas schüchtern mit leiser Stimme kam die erste Szene. Doch die Anspannung war nur kurz und die sechs Mädchen spielten sich frei, wurden immer selbstbewusster und zeigten das Gelernte. Das Publikum konnte sich gut in die unterschiedlichen Szenen hineinversetzen, sei es in das Gespräch zweier Mädchen, in die Turnübungen der Sportlerinnen, das Warten auf den Bus mit Kindern, die vorbeischreitende Demo, um nur einige der unterschiedlichen Begegnungen an und mit der Bank zu nennen. Es machte Spaß, den Mädchen zuzusehen. „Schauspielen heißt viel, sich selbst aktiv zeigen, eine andere Rolle ausprobieren, Erfahrungen machen, auftreten, mit Sprache, Bewegung, Gestik, Mimik und Tempo Eindruck machen, sich selbst darstellen oder auch, sich verstellen. Theater heißt, Illusionen wahrmachen“, so beschreibt es Uta Grabmüller, die die Kleine Bühne Achental gemeinsam mit Lorena Steffl initiiert hat und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Die Aufführungen im Theaterraum des „Vereins Integer“ und die dann vor noch größerem Publikum im Freiraum Übersee gefielen und zeigten auch, was eine Woche Ostercamp, intensives Training, Proben und an sich selbst arbeiten ermöglichen. Die beiden jungen Schauspielerinnen Lorena Steffl und Elisabeth Küchle, die bereits Erfahrungen in der theaterpädagogischen Arbeit mit Schulen sammeln konnten, hatten sofort einen Draht zum Nachwuchs, vermittelten ihr Wissen einfühlsam, ohne die Kinder in ihrer Entwicklung zu begrenzen. Vielmehr wurden die sechs Mädchen darin bestärkt, ihre Idee umzusetzen. Auch die Dialoge gestalteten die Kinder selbst und spiegelten so, wie sie ihre Umwelt wahrnehmen. tb

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