Traunstein – Ungewöhnliche Wege beschreitet der Kunstverein Traunstein bei seiner aktuellen Mitgliederausstellung. Diese findet von Samstag, 25. April, bis 22. Mai als rein digitale Präsentation statt, und zwar auf dem digitalen Monolithen vor dem Landratsamt in Traunstein. Diese Entscheidung ist auch der Situation geschuldet, dass sich der Verein im Umbruch befindet und die personellen Ressourcen momentan knapp sind.
Der Titel der wie immer unjurierten Ausstellung lautet „Odyssee 2026“. Die knapp zwölfminütige Präsentation läuft immer zur vollen Stunde. Beteiligt haben sich 45 Künstler mit ein oder zwei Arbeiten sowie sechs Videoclips. Vernissage mit der Band „Woody Brass Connection“ ist am Freitag, 24. April um 19 Uhr am Monolithen.
Der Ausdruck Odyssee steht – entsprechend zur griechischen Sagengestalt – symbolisch für die menschliche Suche nach Identität, Sinn und der Überwindung von Widrigkeiten. In einer Welt, die sich immer schneller wandelt und global von neuen technischen Medien dominiert wird, wird die Frage nach dem Platz des Menschen im Universum und der Bedeutung „unserer Reise“ auf eine neue und existenzielle Weise relevant.
Der zweite Bezugspunkt der Ausstellung ist der Filmklassiker „2001: Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick. In ihm stellt der Monolith einen Wendepunkt dar – einen Katalysator für Veränderung und Erkenntnis. In der heutigen Zeit könnte dieser Monolith für die Herausforderungen und Möglichkeiten stehen, die uns in der Zukunft erwarten. Er fordert uns auf, über die Grenzen des Bekannten hinauszudenken und neue Wege zu erkunden, sei es in der Technologie, der lebenden und materiellen Umwelt oder der menschlichen Kommunikation.
Die Mitglieder des Kunstvereins haben sich mit ihren Arbeiten sehr unterschiedlich auf die thematische Herausforderung bezogen: malerisch, grafisch und auch per Videoclip – und zum Teil unter Nutzung von KI. Es gibt narrative Ansätze, die sich dem Thema eher literarisch nähern. Eine ganze Reihe von Arbeiten ist metaphorisch ausgerichtet und es gibt auch konzeptionelle und eher abstrahierende Umsetzungen des Themas. eff