Prien – Die Jahresversammlung des Sterbekassenvereins Rauchclub Prien und Umgebung fand im turnusgemäßen Wechsel der gastgebenden Ortsverbände Rimsting, Prien und Wildenwart heuer Mitte April im „Sterzer“ des Priener Bayerischen Hofs statt. Der Bezirks-Vorsitzende Klaus Dingler bedauerte die geringe Teilnehmerzahl und erklärte dies auch mit der an diesem Tag stattfindenden Erstkommunion. Nach der Begrüßung der Ehrengäste dankte er seinen Vorstandskollegen sowie seinen Mitgliedern für deren Treue, die dafür sorgte, dass es den Verein noch gebe. Auch wenn es immer schwieriger werde, Fahnenträger für Veranstaltungen oder Beerdigungen zu finden.
Allerdings müssten andere Vereine aufgrund von Personalmangel aufhören. Umso schöner sei es, dass sie einen großartigen Mitgliederzuwachs verzeichnen könnten. So habe man im vergangenen Jahr 27 Neuaufnahmen zählen können. Der Rimstinger Vorsitzende Sepp Steinberger habe allein 22 Mitglieder gewinnen können, in Prien seien es fünf Neue geworden. Auch heuer seien bereits 20 neue Mitglieder gefunden worden. Markus Kollmannsberger habe 14 neue überzeugt und vier beziehungsweise zwei stammten aus Rimsting und Wildenwart. „Der Rauchclub des Bezirks zählt somit derzeit 392 Mitglieder. Damit haben wir den größeren Schwund der vergangenen Jahre aufhalten können“, freute sich Dingler. Man müsse den Verein und seine Aufgabe bekannter machen. Die schnelle, unbürokratische Auszahlung des Sterbegelds in Höhe von 400 Euro sei für viele Angehörige wichtig, so der Vorsitzende. Dennoch gestalte es sich immer häufiger schwer, einen Todesfall auszumachen. Viele Angehörigen würden auf eine Sterbeanzeige verzichten, sodass man nichts vom Ableben eines Mitglieds erfahre. Oftmals wüssten die Angehörigen nichts von einer Mitgliedschaft. „Die Sterbekassenversicherung ist eine Holschuld, das heißt, die Verwandten müssen sich bei uns melden“, so Dingler. Obwohl es nicht ihre Verpflichtung sei, würden sie dennoch versuchen, in solchen Fällen auf die Angehörigen zuzugehen. Danach verlas der Schriftführer Hans-Peter Priller das Protokoll der vorausgegangenen Versammlung, und der Kassier Walter Jänicke informierte über den Kassenstand, der den vorgeschriebenen Beitrag pro Mitglied weit übertrifft. Die Kassenprüfer Rainer Knoll und Paul Obermayer bestätigten ihm eine einwandfreie Buchhaltung und baten um Entlastung der Vorstandschaft, die einstimmig erteilt wurde. Beide Ämter sowie die Prüfer wurden für ein weiteres Jahr bestätigt. Der Zweite Bürgermeister Michael Anner sprach in seinem Grußwort großen Dank aus. Er freue sich über den Mitgliederzuwachs und erinnerte daran, dass der Eintritt auf ein Alter von 40 Jahren begrenzt sei.
Zum Abschluss informierte Dingler, dass der Rauchclub ein Versicherungsverein sei, der der Aufsicht der Regierung von Oberbayern unterstehe. „Auch wenn wir ein kleiner Verein sind, unterliegen wir den allgemeinen Bestimmungen des Versicherungsrechts, was einen nicht geringen bürokratischen Aufwand bedeutet, den wir aber im Sinne unserer Gemeinschaft gerne auf uns nehmen.“ Traditionsgemäß wurde die Versammlung mit einer Brotzeit abgeschlossen. wp