Zum Thema „Postenpoker in Prien und mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ (Lokalteil):
Bei der Neubesetzung der Bürgermeisterposten in Prien sollte das Ergebnis der Gemeinderatswahl berücksichtigt werden. Für die CSU spricht vieles dafür, Rosi Hell zur Zweiten Bürgermeisterin zu wählen. Sie erzielte mit 3.378 Stimmen das beste Ergebnis innerhalb der Fraktion und ist damit die unangefochtene „Stimmenkönigin“ der stärksten Fraktion (CSU: 39,5 Prozent). Eine Besetzung dieser Position mit Rosi Hell würde den Wählerwillen direkt widerspiegeln. Dies würde dem Gleichberechtigungsgrundsatz und dem Anspruch auf eine angemessene Repräsentation von Frauen in öffentlichen Ämtern Rechnung tragen.
Für den dritten Bürgermeisterposten halte ich Anna Schlemer von den Grünen für eine überzeugende Besetzung. Mit ihrer Erfahrung bei Prien Partner bringt sie wirtschaftliche Kompetenz und kommunale Nähe mit.
Die Grünen erreichten 19,4 Prozent und sollten bei der Vergabe der Ämter entsprechend berücksichtigt werden.
Es wäre wünschenswert, dazu eine offene Diskussion anzuregen.
Ulrike Thiel
Prien