Herrenchiemsee – Bei der Jahresversammlung der „Freunde von Herrenchiemsee“ hat die Archivarin des Benediktinerinnen-Klosters auf Frauenchiemsee ein leidenschaftliches Plädoyer für die Anerkennung des historischen Erbes ihrer Abtei gehalten. Schwester Magdalena ergriff das Wort und warb mit den Worten „Wir sind doch so lebendig“ dafür, das Kloster nicht im Schatten des Schlosses Herrenchiemsee zu sehen. Die Torhalle stehe seit 788 unverändert und werde bis heute genutzt, betonte sie. Zudem verwies Schwester Magdalena auf Ausgrabungen des verstorbenen Direktors der Prähistorischen Staatssammlung München, Dr. Hermann Dannheimer, auf der Fraueninsel sowie auf Fresken in der Michaelskapelle, die bereits von Restauratoren untersucht worden seien. Besondere Bedeutung komme auch einem aufgefundenen Oktogon zu, das vom Bayerischen Landesdenkmalamt untersucht werde.