Grabenstätt – Das aufwendig sanierte alte Erlstätter Schulhaus, das bereits die Pfarrei Erlstätt und einige Ortsvereine beherbergt, ist vergangenen Freitag im Rahmen eines Festakts mit geladenen Gästen offiziell eingeweiht und seinen vielfältigen Bestimmungen übergeben worden.
Baukosten liegen
bei 6,5 Millionen Euro
Die Einweihung markiert die Schaffung eines neuen Ortsmittelpunkts, der auch der Jugend und der Eltern-Kind-Gruppe eine neue Heimat bietet. Nachmittags folgte ein Tag der offenen Tür für alle Bürger. Am Freitag, 1. Mai, wird am neuen Dorfplatz ein Maibaum aufgestellt.
Die Sanierung des alten Schulhauses war die größte Einzelmaßnahme im Rahmen der Städtebauförderung im Sanierungsgebiet Erlstätt und wurde 2025 abgeschlossen. Einschließlich des umgestalteten Umgriffs der Grabenstätter Straße, der zusammen mit den Außenanlagen des geschichtsträchtigen Gebäudes in Angriff genommen wurde, beläuft sich die Gesamtmaßnahme auf etwa 6,5 Millionen Euro. Davon entfallen rund 5,4 Millionen Euro auf das sanierte Gebäude und gut 1,1 Millionen Euro auf die Außenanlagen. Rund zwei Millionen Euro wurden von der Gemeinde an Fremd- und Fördermitteln veranschlagt.
Das Großprojekt reicht bis ins Jahr 2018 zurück. Nach einer langen Planungsphase konnte Ende 2021 der Bauantrag eingereicht werden. Der Abriss des Anbaus aus den 1950er-Jahren, in dem sich viele Jahre der Pfarrsaal befand, wurde Ende 2022 als Erstes vorgenommen, da dieser nicht dem Denkmalschutz unterlag. Bei den folgenden Sanierungs- und Umbauarbeiten galt es, die hohen Auflagen des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Die ursprünglich für Herbst 2024 anvisierte Fertigstellung des Gebäudes verzögerte sich bis weit in das Jahr 2025 – doch die Mühen und die Geduld aller Beteiligten haben sich wahrlich gelohnt.
Im westlichen Erdgeschoss ist bereits Ende 2025 das Erlstätter Pfarramt untergekommen. Östlich davon, auf der anderen Seite des Foyers, befindet sich der einladende Pfarrsaal mit 72 Quadratmetern, der bis zu 80 Personen fasst und nun der Pfarrei sowie den Vereinen für diverse Veranstaltungen zur Verfügung steht.
Im ersten Stock könnten die westlichen Räumlichkeiten in Zukunft als Praxis- oder Büroräume genutzt werden. Die Eltern-Kind-Gruppe und die Jugend kommen dort im östlichen Gebäudeteil unter. Im zweiten Stock gibt es im südlichen Westteil eine Gemeindewohnung. Nördlich davon befindet sich das Vereinslager für die Ortsvereine, die dort auch zwei weitere Räume nutzen können. Die Gestaltung der Außenanlagen befindet sich derweil in den letzten Zügen. Das Timing passt gut, denn am Freitag, 1. Mai, soll am neuen Dorfplatz erstmals ein Maibaum aufgestellt werden.