Traunstein – Auf der Frühjahrsversammlung des GTEV Eschenwald Rettenbach informierte Vorsitzender Franz Maier über die Planungen des Gründungsfestes, das im kommenden Jahr stattfinden wird. Außerdem wurden langjährige sowie besonders verdiente Mitglieder geehrt, und der bislang vakante Posten des stellvertretenden Fähnrichs wurde besetzt. Die „Rembocha Trachtler“ durften sich über den Besuch mehrerer Ehrengäste aus Stadt und Verband freuen. Eines wurde in den Berichten der Verantwortlichen deutlich: Die Trachtler befanden sich in den vergangenen Monaten keineswegs im Winterschlaf. Jugendleiterin Franziska Gartner berichtete von einer Klöpfleraktion mit Spende an die Kinderkrebshilfe. Im Feuerwehrhaus wurde eine Kleidertauschaktion organisiert, und auch in diesem Jahr beteiligte man sich am Rittbitten in Kammer. Dem Verein gehören derzeit 34 Nachwuchstrachtler an. Hildegard Jobst berichtete als Röckifrauenvertreterin von einem erfolgreichen Frauenfasching und freute sich über mehrere Treffen mit den Kolleginnen des Trachtenvereins aus Vachendorf. Kassenwartin Ramona Maier nahm die Vereinsfinanzen in den Blick. Der Verein freut sich über mehrere Spenden und Zuschüsse. Gleichzeitig wurde in die Restaurierung der Maibaumtaferl investiert. Insgesamt konnte im vergangenen Jahr ein kleiner Überschuss erwirtschaftet werden, sodass der Verein finanziell solide aufgestellt ist. Der Schwerpunkt des Berichts des Vorsitzenden Maier bildete das Gründungsfest im kommenden Jahr. Hierzu ist eine Festschrift geplant, die gemeinsam mit Ehrenmitglied Josef Reischl gestaltet wird. Am 30. April wird die Festwoche mit dem Bieranstich eröffnet, am 1. Mai folgt der Festabend, ehe am 2. Mai der Festsonntag mit zahlreichen Trachtenvereinen aus der Umgebung sowie den Ortsvereinen anlässlich des 100-jährigen Bestehens gefeiert wird. Am 5. Mai treten die „Draufgänger“ im Festzelt auf, und am 6. Mai findet das große Hanomag- und Schleppertreffen der Feuerwehr Kammer statt. „In diesen Tag integrieren wir einen großen Waldtag, bei dem sowohl Familien als auch Fachleute auf ihre Kosten kommen“, betonte der Vorstand. Im November dieses Jahres ist ein Patenbitten in Vachendorf geplant, „um unsere enge Verbundenheit zu den Vachendorfer Trachtlern erneut zum Ausdruck zu bringen“, so Franz Maier. Weiter berichtete der Vorstand, dass sich der Verein am Patronatstag der Gebirgsschützen, am Einzug der Vereine ins Frühlingsfest, an der Gautrachtenwallfahrt nach Maria Eck sowie am 125-jährigen Gründungsfest des Trachtenvereins Truchtlaching beteiligen wird. Zudem laufen die Planungen für das Gaufest „dahoam“ gemeinsam mit den Vereinen vom Hochberg und aus Traunstein. Am 17. Mai findet eine alpenländische Maiandacht mit anschließendem Musikantenstammtisch statt. Philipp Gröschner wurde zum stellvertretenden Fähnrich gewählt. Gebietsvertreter Alois Lankes bedankte sich in seinem Grußwort „für das wirklich grimmige Gaufest im vergangenen Jahr“ und wünschte den „Rembocha Trachtlern“ viel Erfolg für das 100-jährige Gründungsfest. Den Abschluss des Abends bildeten die Ehrungen. Erstmals in der Vereinsgeschichte wurde eine Ehrung für 75 Jahre Mitgliedschaft ausgesprochen. Maria Wagner konnte diese zwar nicht persönlich entgegennehmen, wird jedoch zu einem späteren Zeitpunkt besucht, um die Ehrung zu erhalten. Erna Schreiber hält dem Verein seit 70 Jahren die Treue. Seit 60 Jahren sind Ludwig Rieder, Johanna Maier, Maria Wendt und Gertrud Koch Mitglieder des GTEV Eschenwald Rettenbach. Auf 50 Jahre Vereinszugehörigkeit blicken Annelies Ober, Johann Jobst, Frieda Billinger und Monika Reitschuh zurück. Seit 25 Jahren gehören Peter Ober, Daniela Stampfl, Franziska Putzhammer und Georg Söldner dem Verein an. Sie alle erhielten die entsprechenden Anstecker und Urkunden aus den Händen des Vorstands. Annelies Ober engagiert sich seit 1976 im Trachtenverein und war von 2001 bis 2013 Frauenvertreterin. Zudem steht sie seit 1977 als Theaterspielerin auf der Bühne. Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde sie von Gebietsvertreter Alois Lankes mit dem Gauehrenzeichen ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung, die im Gauverband jährlich höchstens achtmal vergeben wird, erhielt Georg Jobst. Er engagierte sich von 2001 bis 2023 als Jugendleiter und bildete in dieser Zeit mehrere Generationen von Trachtlern aus. Zur Verleihung waren Gaujugendvertreter Martin Luger aus Vagen sowie Elfi Grass von der Landesjugendvorstandschaft des Bayerischen Trachtenverbandes ins Gasthaus Jobst nach Rettenbach gekommen, um die Ehrenurkunde und die goldene Ehrennadel der Bayerischen Trachtenjugend zu überreichen. hob