Prien genehmigt Wohnanlage unter Vorbehalt

von Redaktion

Bau- und Umweltausschuss sieht Vorhaben „an der Obergrenze“

Prien – In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ist zunächst der Bauantrag zum Neubau einer Wohnanlage mit 43 Wohneinheiten und einer Tiefgarage in der Neugartenstraße/Schwalbenweg zur Sprache gekommen. Wie Thomas Lindner von der Bauverwaltung ausführte, habe man dieses Vorhaben schon mehrfach beraten. Der Bauherr wolle fünf Mehrfamilienhäuser mit einer Grundfläche von 215 Quadratmetern, mit Balkonen eine von 240 Quadratmetern, errichten. Die Einfahrt zur Tiefgarage solle über die Neugartenstraße, die Ausfahrt über die Verlängerung des Schwalbenwegs erfolgen. Auch oberirdisch würden Stellplätze entstehen.

Zum Vorhaben habe es verschiedene Anträge auf Vorbescheid gegeben, so Lindner. Der erste stamme aus Anfang 2022, als der Bauherr vier Wohngebäude geplant habe. Diesem habe das Gremium sein gemeindliches Einvernehmen erteilt. In einem Bauantrag vom September 2024 habe der Bauherr dann den Abriss des Bestandsgebäudes und die Errichtung von sechs Mehrfamilienhäusern geplant. Dem habe das Gremium sein Einvernehmen verweigert.

Um für die überbauten Grundstücksflächen in dem Gebiet eine vertretbare Obergrenze festzusetzen, die dem Gebietscharakter der näheren Umgebung entspreche, habe das Gremium im September 2024 die Aufstellung eines Bebauungsplans „Neugartenstraße – Schwalbenweg“ beschlossen, so Lindner weiter. Zur Sicherung dieser Planung habe es eine Veränderungssperre erlassen, die im Oktober 2024 in Kraft getreten sei. Nun beantrage der Bauherr mit dem aktuellen Bauantrag vier Mehrfamilienhäuser sowie den Abriss des Bestandsgebäudes mit Neubau eines Mehrfamilienhauses. Dieses Vorhaben füge sich nach dem Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung ein, so Lindner. Die Erschließung sei über die Neugartenstraße und den Schwalbenweg vorgesehen. Letzterer sei aber noch nicht als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet, weshalb die Gemeinde mit dem Bauherrn einen Erschließungsvertrag vereinbaren wolle.

Michael Anner (CSU) erklärte, er sehe dieses Vorhaben von der Größe her „an der Obergrenze“, aber verhindern werde man es wohl nicht können. Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) sagte, den Plan für sechs Gebäude habe man abgewiesen. Da, wo das Priener Gremium habe eingreifen können, habe es dies auch getan.

Das Gremium erteilte sein gemeindliches Einvernehmen vorbehaltlich des Abschlusses des Erschließungsvertrags mit 7:1 Stimmen. Dagegen stimmte Hans Wallner (CSU). wp

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