Prien – In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ging es um den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit vier Büroeinheiten, einem Restaurant und sechs Wohnungen in der Bahnhofstraße. Geplant seien 34 Stellplätze. Nach der Stellplatzsatzung seien aber 41 nötig, der Bauherr bitte um eine Ablöse, so Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG). Dem Bauantrag liege ein positiv beschiedener Antrag auf Vorbescheid vor, dem er aber nicht entspreche. Zum einen werde die darin vorgesehene Tiefgarage nicht mehr geplant, zum anderen sei nun statt vormals zwei nur ein Gebäude vorgesehen. An der Stelle des vorherigen westlichen Baukörpers stehe nun ein Parkplatz. Mit diesen Abweichungen entfalle die Bindungswirkung, so das Gemeindeoberhaupt. Diese städtebauliche Entwicklung mitten im Ort wolle man nicht. Das Vorhaben liege im Bereich der Sanierungssatzung, die die Neuordnung des Bahnhofsumfelds, dessen gestalterische Aufwertung und die Verbesserung der Parkplatzsituation zum Inhalt habe. Diesen Zielen stehe das Vorhaben entgegen. „Eine Ablöse komme für ihn nicht in Betracht, da sich der Bauherr nicht an die Absprachen gehalten habe“, so das Gemeindeoberhaupt. Gerhard Fischer (ÜWG) erklärte, eine Ablöse sei für ihn nur möglich, wenn es nicht anders gehe, aber nicht, weil der Bauherr auf den Bau einer Tiefgarage verzichte. Gunther Kraus (CSU) schloss sich an: Diese Entwicklung an solch einer zentralen Stelle sei nicht im Interesse des Marktes. Der Rat verweigerte sein Einvernehmen einstimmig.wp