Prien – In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Werkausschusses wurde über den Antrag zur Übernahme des höheren Defizits für 2025 für den Waldorfkindergarten und die Waldorfkrippe beraten. Wie Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, stünde dem Träger laut Defizit-Vereinbarung pro Priener Kind 1.200 Euro Defizit-Beitrag zu. Dies seien für den Kindergarten 50.400 Euro und für die Krippe 13.200 Euro. Nun seien zusätzliche Defizite in Höhe von 15.000 Euro für den Kindergarten und 27.000 Euro für die Krippe entstanden. Der neue Geschäftsführer habe bei den Krippenkosten bereits 12.000 Euro durch innerbetriebliche Maßnahmen eingespart. Von den 67 Kindergartenkindern stammten 42 aus Prien, von den zwölf Krippenkindern elf. Auf Nachfrage bei den umliegenden Gemeinden habe man festgestellt, dass diese keinen Ausgleich leisten wollten. Für die Priener Kinder wäre ein zusätzlicher Zuschuss in Höhe von 34.153 Euro vom zusätzlichen Defizit in Höhe von 42.000 Euro zu zahlen. So habe man es im vergangenen Jahr gehalten, so das Gemeindeoberhaupt.
Ulrich Steiner (Die Grünen) wollte wissen, wie die Einrichtung das restliche Defizit gedeckt habe. Bürgermeister Friedrich (ÜWG) erklärte, vermutlich mit Spenden oder Beiträgen der Eltern. Kersten Lahl (BfP) sagte, die Waldorfschule habe ein besonderes Konzept, das in der Region nur in Prien angeboten würde. Er plädiere dafür, das gesamte Defizit zu übernehmen. Bürgermeister Friedrich antwortete, die umliegenden Gemeinden hätten eigene Einrichtungen und würden die Ansicht vertreten, dass sie diese Defizite bereits übernähmen und die Kinder dort betreut werden könnten. Ludwig Ziereis (CSU) sagte, Prien habe seinen Bedarf übererfüllt und sei damit vorbildlich. Man müsse auch mit Blick auf den Steuerzahler umsichtig handeln. Peter Fischer (ÜWG) schloss sich dem an und sprach sich für die bisherige Handlungsweise aus.
Das Gremium stimmte einhellig dafür, der Waldorfschule insgesamt 34.153 Euro für das zusätzliche Defizit zu übermitteln. wp