Traunstein – Ob Eisstockschießen, Leichtathletik, Skibergsteigen, Ju-Jutsu, Bogenschießen oder Eisschnelllauf: Die Liste der Sportarten des Landkreises Traunstein lässt sich beliebig fortführen. Mit ihr auch die erfolgreichen Sportler, auf die der Landkreis besonders stolz ist.
Seit 15 Jahren werden Persönlichkeiten, die durch Einsatz und besondere Leistungen hervorstechen, bei einem Empfang geehrt. Rund 100 Leistungsträger wurden nun im k1 in Traunreut ausgezeichnet. Nicht alle konnten die Auszeichnungen durch Landrat Andreas Danzer persönlich entgegennehmen. Der Ehrenpreis, der Chiemgauer Panther, ging heuer an den Ju-Jutsu-Sportler Lukas Bombik aus Bergen.
Strahlkraft und ein
Vorbild für den Nachwuchs
Der Sport im Landkreis Traunstein lebe auf höchstem Niveau und habe einen besonderen Stellenwert, sagte Landrat Andreas Danzer. Lukas Bombik sei eine Person, die für Strahlkraft stehe und ein Vorbild für den Nachwuchs sei. Sichtlich gerührt nahm der 33-Jährige die höchste Auszeichnung, die der Landkreis Traunstein auf dem Gebiet des Sports zu vergeben hat, unter großem Beifall der Sportler und Ehrengäste vom Landkreisoberhaupt entgegen. Das Ausnahmetalent des TSV Bergen betonte in seiner Dankesrede die Bedeutung dieses Moments für ihn persönlich: „Ich kann es immer noch nicht fassen“, so der sympathische Sportler, der seine Karriere vor rund zwei Jahren beendete. Trotz seiner internationalen Erfolge ist Bombik dem Verein treu geblieben und arbeitet dort als Trainer und Abteilungsleiter. Er ist auch Leiter des Landeskaders. „Er gibt 100 Prozent, macht keine halben Sachen und versucht, das Beste aus seinen Schützlingen rauszuholen“, sagte Bombiks langjährige Ju-Jutsu-Kollegin Sophie Büscher, die eine sehr emotionale Laudatio hielt. „Ohne dich wäre die Abteilung nicht das, was sie ist. Ganz Bergen ist unglaublich stolz auf dich“, so Büscher. Auch der Vorsitzende des TSV Bergen, Thomas Rodler, würdigte die Verdienste und Erfolge des 33-jährigen Weltklasse-Athleten. „Lukas ist ein Sportler, wie ihn man sich als Vereinsvorstand wünscht. Anständig und zielstrebig.“ Mit der Aufnahme in den Bundeskader sei sein Ehrgeiz für Ju-Jutsu erst so richtig geweckt worden, so Rodler. 2011 gewann er den Junioren-Weltmeistertitel, 2021 und 2022 wurde er bei den Erwachsenen Weltmeister und setzte 2023 mit dem ersten Platz bei den World Combat Games in Saudi-Arabien noch eins drauf. Auch bei den Europameisterschaften erreichte er erste Plätze. Akrobatische Einlagen der VPC-Cheerleader im Chiemgau und Musik der Band „AkustiX“ aus Ruhpolding sorgten im festlich geschmückten k1-Saal zwischen den Verleihungen der einzelnen Kategorien für Abwechslung. Rund 100 Athleten wurden für ihre herausragenden Leistungen in den Kategorien deutsche Meisterschaft, internationaler Wettbewerb, Europameisterschaft, Weltcup, Weltmeisterschaft und Olympische Spiele geehrt.
In seiner Rede würdigte der Landrat die herausragenden Leistungen. „Sie haben unseren Landkreis bei Wettkämpfen vertreten, haben Erfolge erzielt und seid gleichzeitig Vorbilder – besonders für junge Menschen. Der Landkreis ist stolz auf Sie!“
Rund 100
geehrte Athleten
Sport bedeute nicht nur Training und Wettkampf. Er bringe Menschen zusammen, schaffe Gemeinschaft und trage zum Gemeinwohl bei. Im Landkreis Traunstein gebe es mehrere hundert Sportvereine, die getragen werden von einem beeindruckenden ehrenamtlichen Engagement. Von Trainern, Betreuern, von Vorständen und vielen Helfern im Hintergrund, so Danzer.
Lob zollte er auch dem Expertengremium mit dem Journalisten Hans Helmberger, dem Monoskifahrer Martin Braxenthaler und dem BLSV-Kreisvorsitzenden Franz Parzinger. Aus einer großen Zahl an beeindruckenden Erfolgen diejenigen herauszufiltern, die besonders gewürdigt werden, sei alles andere als einfach. „Vielen Dank für die verantwortungsvolle Aufgabe.“
Die Geehrten für Erfolge bei deutschen Meisterschaften: Dietmar Siglbauer, Tim Huber, Oliver Teubert, Marina Dunstmair, Ursula Wimmer, Simone Reschberger, Stefan Langbauer, Heinz-Georg Hammerschmid, Markus Stahlhuber, Kilian Fichtl, Christian Wagner, Kilian Hallweger, Elisa Deutschmann, Dmytzro Prokipets, Sandra Georg, Franziska Maus, Franz Staundhammer, Victoria Vasylieva, Armin Garnreiter, Elke Zauner, Michael Reiter, Matthias Mayer, Daiana Radchenko, Emma Wudy, Christian Pribil, Caroline Schubarth, Nico Wolf, Adrian Klingemann, Filimon Abraham, Walter Bauer, Romy Dietersberger, Mario Mahn, Ulrich Haindl, Andrea Nowak, Matthias Mertens und Martin Küfner.
Internationaler Wettbewerb: Heike Albrecht-Schröder, Rita Siebert, Kilian Pfaffinger, Finn Luca Vester, Sophie Patz, Greta Sachsenöder, Josef Mussner, Robert Wiedl, Sophie Büscher, Julia Paszkiewicz, Werner Billing, Emilia Broschart, Amelie Schwarz, Ben Beyreis und Sepp Obergröbner.
Europameisterschaft: Andreas Wimmer, Paul Lämmlein, Hans Obermayer, Florian Schuhbeck, Anna Obermayer, Kilian Reschberger, Lukas Steindle, Felix Wieser, Jennifer Winkler, Bettina Maier, Christina Fratila, Monika Schwarzenböck, Paula Klug, Melina Fredlmeier, Elias Wiedemann, Wolfgang Deutschmann und Josef Bader.
Weltcup: Isabel Kraus, Josephine Heimerl, Asthley Völker, Julia Geutner, Leo Huber, Danylo Nesvit, Daniel Nedbai, Trine Göpfert, Johannes Kühn, Elias Seidl, Marlene Fichtner, Irene Schroll, Josef Wolf und Sophia Schneider. Im Interview mit den Moderatoren des Abends, Harald von Knoerzer-Suckow und Dominic Reiter, sprach die Biathletin von einer „durchwachsenen Saison“. Ihr größtes Ziel, die Teilnahme an der Olympiade, habe sie leider nicht geschafft, sagte Schneider.
Wettkampf, Training
und Gemeinschaft
Weltmeisterschaft: Luca Bauer, Katja Franzen, Max Patz, Hlib Khochyna, Ulyana Khochyna, Viktoria Schuhbeck, Maximilien Schuhbeck, Markus Reitersberger, Korbinian Kübler, Olena Pomiatikhina, Moriz Wieser, Katharina Bauer, Heinrich Riesemann, Veronika Vilsmaier, Kirill Kauer, Anouk Issmer, Christian Wagner, Angela Lex, Thomas Laumer, Christian Rusitschka, Lisa Köstle, Bianca Fichtlbauer, Celine Lorenz, Sebastian Rausch, Leni Dietersberger, Lisa Spark, Giovanni Rossi und Anja Guercke. Die international erfolgreiche Kampfsportlerin (Ju-Jutsu) aus Bergen hat ihre Karriere beendet.
Olympische Spiele: Anna Osterlender, Gabriel Groß, Daniela Maier, Andreas Wellinger, Franziska Preuß, Phillip Nawrath, Tim Hronek und Maria Jasch. Im Interview mit Dominic Reiter ließ die Eisschnellläuferin ihre Rennen bei den Olympischen Spielen Revue passieren. Dort belegte die Athletin auf der 5000-Meter-Strecke einen hervorragenden achten Platz .