Traumhaus zu gewinnen

von Redaktion

Eine Soziallotterie verlost eine 2,4-Millionen-Euro-Villa im Chiemgau – Die Chiemgau-Zeitung hat sich umgesehen

Chiemgau/Siegsdorf – Die Sonne scheint, als die Redakteurin der Chiemgau-Zeitung auf den großen Parkplatz des Anwesens vorfährt. Zwei Garagen flankieren links und rechts das Gebäude, das sofort durch seine Lage besticht. Da es sich um ein Eckhaus handelt, ist man hier nicht eingemauert, sondern blickt direkt auf grüne Wiesen und die umliegenden Berge. Es wirkt alles sehr weitläufig und offen.

Bald wird hier der Gewinner stehen und das eigene Glück wahrscheinlich kaum fassen können: Bei der „Traumhausverlosung“ geht es dieses Mal um eine Immobilie im Chiemgau. Es handelt sich dabei um eine staatlich genehmigte Soziallotterie, die gemeinsam von Dreamify und Lotto24 umgesetzt wird. Luisa Haxel, die das Projekt als Geschäftsführerin begleitet, bringt nun nach der Verlosung eines Hauses auf der Insel Föhr den Hauptgewinn direkt in unsere Region.

Alles ist bereits
eingerichtet

Schon beim Betreten des Hauses folgt die erste Überraschung. Während Immobilienbesichtigungen oft etwas Steriles haben, wirkt dieses Objekt fast so, als würde dort schon jemand wohnen. Die Garderobe ist bereits eingerichtet, in der lichtdurchfluteten, offenen Küche glänzen die Geräte auf der Kochinsel und stehen für ihren ersten Einsatz bereit.

Auf dem Esstisch ist zur Dekoration sogar schon ein Korb voller Brezen platziert. Man fühlt sich weniger wie ein Gast, sondern eher wie jemand, der nach einem anstrengenden Tag nach Hause kommt.

„Wir sind stets auf der Suche nach hochwertigen Bestandsimmobilien mit besonderem Charakter“, erklärt die Geschäftsführung von Lotto24. Das Haus in der Gemeinde Siegsdorf ist ein solches Objekt. Auf einer Grundstücksfläche von etwa 1.300 Quadratmetern entfaltet sich eine Wohn- und Nutzfläche von rund 190 Quadratmetern.

Im Erdgeschoss gehen die Bereiche fließend ineinander über. Ein verglaster Kamin bildet die optische Brücke zwischen der gemütlichen Wohnzimmerecke zum Entspannen und dem Essbereich. Hier wurde bei der Ausstattung Wert auf Qualität gelegt: Designikonen wie der berühmte Vitra Lounge Chair von Charles und Ray Eames gehören fest zum Inventar. Das Haus wird vollständig möbliert verlost und übergeben – genau so, wie man es aus der Kampagne kennt.

Der Weg in den ersten Stock führt zu meinem persönlichen Höhepunkt des Hauses. Das Badezimmer ist riesig und erinnert eher an eine private Wellness-Oase. Das Prunkstück ist eine freistehende Badewanne, die so positioniert wurde, dass man beim Baden den Blick direkt in die Berge genießen kann. Daneben befinden sich zwei weitere Schlafzimmer, ein Ankleidebereich und eine Galerie. Alles ist bis ins Detail eingerichtet und stilvoll dekoriert.

Draußen wartet ein weiterer Höhepunkt auf die neuen Besitzer. Der Garten ist liebevoll gestaltet und bietet einen Grillbereich mit dazugehörigem Grill, der schon bereitsteht für kommende Partys. Der Pool ist so angelegt, dass man darin auch wirklich einige gute Züge schwimmen kann, während links und rechts Liegebereiche für ein Sonnenbad einladen. Ein kleiner Brunnen plätschert vor sich hin und am hinteren Ende des Gartens stehen vier große Hochbeete mit frischen Kräutern.

Die Veranstalter werben in ihrer Kampagne offensiv mit dem Titel „Traumhaus am Chiemsee“. Den genauen Standort verraten wir aus Schutz der Privatsphäre des künftigen Besitzers natürlich nicht, aber so viel sei verraten: Wer glaubt, er könne hier auf der Terrasse die Brandungswellen des Chiemsees hören, wird enttäuscht sein. Das Haus liegt nämlich nicht direkt am Ufer, sondern in einem kleineren Ort weit südlich von Traunstein.

In Distanz
zum Chiemsee

Man sei sich bewusst, dass Einheimische hier sehr genau unterscheiden, so Luisa Haxel. Die Beschreibung beziehe sich auf die unmittelbare Nähe zur Region und die kurze Distanz zum See. Zudem sei der Chiemsee für Menschen außerhalb Bayerns der bekannteste Bezugspunkt und stehe sinnbildlich für die Lebensqualität vor Ort. Außerdem sei man, so Haxel, in wenigen Fahrminuten am See.

Ein kurzer Check der Fahrzeit relativiert die Werbebotschaft ein wenig: Der schnellste Weg zum See dauert etwa 20 Minuten mit dem Auto über eine Strecke von rund 18 Kilometern. Wer dieses Traumhaus gewinnt, wird sich vermutlich nicht beschweren, und für jemanden aus dem Norden Deutschlands liegt das Haus in der Relation sicherlich so gut wie am Chiemsee.

Ein Gewinn dieser Größenordnung bringt natürlich laufende Kosten mit sich. Unterhalt, Reparaturen und Nebenkosten für ein Anwesen im Wert von 2,4 Millionen Euro müssen erst einmal gestemmt werden. Hier sorgt der Veranstalter vor: Zusätzlich zum Haus erhält der Gewinner 100.000 Euro in bar. Das Startkapital ist dafür gedacht, diese Kosten für einen längeren Zeitraum abzudecken, damit die Immobilie sorgenfrei genutzt werden kann.

Sollte der Gewinner nicht in den Chiemgau ziehen wollen, steht es ihm frei, das Haus zu vermieten oder zu verkaufen. Eine Barauszahlung des Hauswertes ist nicht vorgesehen. Wer sein Glück versuchen will: Die Teilnahme ist bis zum 28. Juni möglich, die Auslosung folgt einen Tag später. Gewinnchancen? „Je nachdem, wie viele Lose verkauft werden“, erklärt Luisa Haxel.

„Erfahrungswerte zeigen, dass im Schnitt ungefähr 15 Millionen Lose pro Haus verkauft werden – das entspricht einer ungefähren Gewinnchance von 1:15 Millionen. Für das aktuelle Traumhaus am Chiemsee kann die tatsächliche Wahrscheinlichkeit jedoch davon abweichen. Gerne verraten wir mehr, wenn der Gewinner des Hauses feststeht.“

Ein wichtiger Nebeneffekt ist der gute Zweck, denn 20 Prozent des Lospreises fließen in gemeinnützige Projekte. In diesem Fall wird die Organisation „Yes We Cancer“ unterstützt, die sich für einen offenen Umgang mit Krebserkrankungen einsetzt.

Als die Redakteurin das Grundstück verlässt, bleibt der Eindruck eines echten Traumhauses zurück. Es ist ein Ort, an dem tatsächlich alles vorbereitet ist. Der Gewinner muss im Grunde nur noch seine Kleidung in die Schränke hängen.

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