Zum Artikel „Padel-Courts – sinnvoll oder fataler Fehler?“ (Lokalteil):
Wie kann man nur auf die Idee kommen, die wunderbare Naherholungsfläche zwischen der Carl-Braun-Straße und dem See so verschandeln zu wollen?
Ziemlich sicher wissen die wenigsten Bürger, was eine Padel-Anlage überhaupt ist, und was sie mit ihren hohen Glaswänden und Flutlicht ausgerechnet dort bedeutet: nervtötender Lärm, von früh bis abends. Sichtbehinderung durch hohe Glaswände, Naturfrevel, durch Flutlicht und Bodenversiegelung, Parkplätze und zusätzlichen Autoverkehr.
Es kann doch nicht wahr sein, dass mit Herrn Neuer, ausgerechnet ein früherer Priener solch ein Frevel am seenahen Bereich unseres Ortes anstrebt. Denn nicht nur die direkten Anwohner sind betroffen, sondern alle, die mit Berg- und Wiesenblick dort spazierengehen oder ein wenig verweilen wollen. Neben den Einheimischen sind dies übrigens auch die ruhebedürftigen Gäste der naheliegenden Kliniken, die für Prien einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor darstellen.
Und was letztlich noch verhängnisvoller ist: Das Projekt wird nach einer Genehmigung zweifellos zum Dosenöffner für weitere Vorhaben dieser Art. Denn mit welchen Argumenten lassen sich weitere Sünden abwehren, wenn einmal der Anfang gemacht ist?
Das hat dann endgültig nichts mehr zu tun mit der offiziell geplanten Zweckbindung (Kur und Tourismus) der gesamten noch freien, schützenswerten Fläche in Stock-West. Daher kann man nur hoffen, dass entweder der Investor ein spätes Einsehen hat – oder, falls nicht, Bürgermeister und Gemeinderat hier einen klaren Riegel vorschieben, und fatale Fehler dieser Art nicht zulassen.
Margarethe Winkler
Prien