Seeon-Seebruck – „Ich hab es von Anfang an sehr gerne und lange sehr gern gemacht“. Mit diesen Worten blickte Sepp Daxenberger auf sein Mandat als Gemeinderat zurück. Daxenberger saß 30 Jahre im Seeon-Seebrucker Gemeinderat. Nun nimmt der frühere CSU-Fraktionsvorsitzende seinen Hut und sagt dem Gemeinderat neben drei weiteren Mitgliedern adieu.
„Wertvolle,
ehrenamtliche Tätigkeit“
Es seien sehr positive und lehrreiche Jahre für ihn gewesen, sagte Daxenberger bei der Verabschiedung der ausgeschiedenen Räte im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung in dieser Formation. Vor einem Jahr habe er den Entschluss gefasst, nicht mehr zu kandidieren: „Ich habe das Gefühl gehabt, des passt mit mir nimma zam“, so der Truchtlachinger Schreinermeister. Er erinnerte unter anderem an den Kampf um eine einheitliche Verwaltung, an den Rathausneubau in Seebruck und an sein „Herzensprojekt“, ein Wohnheim der Lebenshilfe in Seeon. Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) lobte die „wertvolle, ehrenamtliche Tätigkeit“ des Truchtlachingers. Daxenberger sei 1996 für eine Freie Wählergruppe angetreten und habe ab 2001 für die CSU kandidiert. In seiner Ära als Gemeinderat habe er in vielen Ausschüssen mitgewirkt und immer geschaut, dass etwas vorangeht. Die Wirtschaft und der Mittelstand seien ihm ein besonderes Anliegen gewesen. Auch als Mitglied des Kreistags habe er sich stets für die Gemeinde Seeon-Seebruck engagiert, sagte der Bürgermeister.
Nach sechs Jahren verlassen auch die beiden Seebrucker Peter Stocker (FW) und Anton Mayer (Grüne) den Gemeinderat. Peter Stocker habe in den Sitzungen zwar „leisere“ Töne angeschlagen, sei aber immer zur Stelle gewesen, wenn man ihn brauchte, erklärte Bartlweber. Insbesondere habe er sich für die Freiwillige Feuerwehr engagiert.
Anton Mayer, der vor sechs Jahren mit zwei Mitstreiterinnen zum ersten Mal für Bündnis90/Die Grünen in den Seeon-Seebrucker Gemeinderat einzog, war anfangs Fraktionssprecher, aber auch ein wichtiges Bindeglied zu den Seebrucker Ortsvereinen, wie Bartlweber herausstellte. Mayer, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, wünschte dem neuen Gemeinderat eine gute Hand.
Als Vierter im Bunde verlässt auch Thomas Reitmaier (CSU) das Gremium. Reitmaier war CSU-Nachrücker von Michael Regnauer, der vor vier Jahren auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist. Aus familiären Gründen hat der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses sein wiedergewonnenes Mandat kurz nach der Wahl im vergangenen März zurückgegeben.
Urkunden und
Präsentkörbe
„Wir hoffen, dass wir in Personalfragen weiterhin mit deiner kompetenten Unterstützung rechnen können“, äußerte sich Bürgermeister Bartlweber. Als Dankeschön überreichte Bartlweber allen Ausgeschiedenen eine Urkunde und einen Präsentkorb.