Alte Gesichter, neues Mandat: Wiederwahl ohne Gegenstimme

von Redaktion

Bei der Jahresversammlung bestätigen die Mitglieder des „Segelclubs Chiemsee Feldwies“ den gesamten Vorstand

Übersee – Die Alten sind die Neuen beim SCCF! Jüngst hat der „Segelclub Chiemsee Feldwies“ (SCCF) seine Mitglieder zur ordentlichen Jahresversammlung mit Neuwahlen eingeladen. Wie in den Jahren zuvor fand die gut besuchte Versammlung im Festsaal des Wirtshauses „d’Feldwies“ statt. Wer eine Meute an Aktiven zum stundenlangen Stillsitzen motivieren möchte, macht es sinnvollerweise so, dass er ihnen vorab die Möglichkeit zum Austoben in der freien Natur bietet. Beim SCCF nennt man das Ramadama. Wie gewohnt kamen mehr helfende Hände, als tatsächlich nötig waren, aber Markus Speckbacher fand für jeden eine Beschäftigung, um die Vorarbeiten für den Sommer zu starten – einfacher ausgedrückt: Dreck aufsammeln, putzen und reparieren.

Am Nachmittag eröffnete der Vereinsvorsitzende Markus Speckbacher pünktlich die gut besuchte Versammlung. Der Bericht des Vorstandes stellte ausführlich die umfangreiche Arbeit des Vorstandes dar, denn es ist wieder viel passiert. So wurde im Winter – allein von den Mitgliedern – die Optihütte am Clubgelände grundsaniert. Dabei gab es Holz-, Elektrik-, Logistik- und Streicharbeiten zu erledigen. Es war eine Freude mitzuerleben, wie sich die Mitglieder eingebracht haben und die Hütte nun in neuem Glanz, bestens gerüstet für die kommenden Jahre, dasteht. Dies ist als „Warmmachen“ für das nächste große Projekt anzusehen, denn wie bekannt ist, hat auch der SCCF einen großen Anteil am „Vereinsstadel“, der ebenfalls über solche Mitgliederinitiativen aufgestellt werden soll. Das große Kunststück besteht darin, das vereinsübergreifende Projekt bis zur Fertigstellung zu koordinieren. Bei dem Überseer Prestigeprojekt werden sich auch viele Segler des SCCF einbringen. Und wer die sprichwörtlichen zwei linken Hände hat, kann sich auch mit einer Spende einbringen.

Die Jugendarbeit des SCCF ist sehr aktiv. Mit sechs ausgebildeten Segeltrainern werden Kinder und Jugendliche kontinuierlich an den Segelsport herangeführt. Erste junge Opti-Segler waren bereits zum Zeitpunkt der Versammlung bei einer Regatta am Simssee und über Ostern am Gardasee im Einsatz. Auch in der kommenden Saison bietet der Verein wieder zahlreiche Trainings- und Einstiegsmöglichkeiten insbesondere für die Jugend an. Weitere Informationen finden sich auf der Vereinswebsite unter www.sccf.de.

Ein zentrales Thema bleibt die Organisation von Regatten und Mitgliedertreffen. Da der SCCF über kein eigenes Vereinsheim verfügt, sind immer wieder kreative Lösungen gefragt. Im vergangenen Jahr ist dies sehr gut gelungen – und auch 2026 möchte der Verein neue Formate und Möglichkeiten ausprobieren.

Der Kassenbericht bestätigte die solide finanzielle Lage des Vereins. Durch umsichtiges Haushalten konnte erneut ein finanzielles Polster aufgebaut werden, das für zukünftige Investitionen wie Boote, Steganlagen und Reparaturen vorgesehen ist. Die ordnungsgemäße Buchführung wurde von den Kassenprüfern bestätigt.

Die schönste Aufgabe auf der Mitgliederversammlung hat immer der Sportwart. Er darf die Clubmeister benennen und ehren.

Das waren für 2025: Georg Hangel bei den Chiemsee Plätten, Sepp Staudthammer bei den Jollen, Max Frölich bei den Sportbooten, Familie Drexel bei den Kielyachten sowie Flora Saffert bei der Jugend.

Zudem erging der Aufruf an die Clubmitglieder, die Ausbildung zum Wettkampfleiter zu absolvieren oder ein Angebot zum Hospitieren bei einem Wettkampfleiter anzunehmen. Der gesamte Sportbetrieb könne nur aufrechterhalten werden, wenn sich genügend Segler auch bei diesen Aufgaben einbringen.

Nach den Berichten der einzelnen Ressorts wurde die turnusmäßig anstehende Vorstandswahl durchgeführt. Wahlleiter Thomas Ewald führte die Wahl zügig und formal einwandfrei durch. Das Ergebnis: Der gesamte Vorstand wurde ohne Gegenstimme und Enthaltung einstimmig wiedergewählt. Dieses Ergebnis sei jedoch nicht durch autoritäre Macht entstanden, sondern durch einen sehr aktiven Vorstand, der nach eigenen Angaben 100-prozentig transparent arbeite und den Verein durch viele Stürme und Unwetter geleitet habe. Das Ergebnis sei vielmehr als ein Dankeschön der Mitglieder und deren Respekt vor den umfangreichen Aufgaben anzusehen.

Nachdem von den Mitgliedern keine weiteren Anträge gestellt wurden, schloss Markus Speckbacher die harmonische Versammlung und wünschte allen Seglern die stets obligatorische Handbreit Wasser unter dem Kiel und eine schöne und sichere Segelsaison.

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