Chieming – In der Gemeinderatssitzung wurden jüngst die ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder und Beauftragten der Gemeinde verabschiedet. Davor ließ Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) seine erste Amtsperiode noch einmal Revue passieren.
Projekte und
Investitionen
Ein Teil der amtierenden Gemeinderäte der endenden Wahlperiode 2020 bis 2026 war schon von 2014 bis 2020 im Amt, so Reichelt. Doch für alle Gemeinderäte startete die neue Wahlperiode herausfordernd mit der Corona-Pandemie, die den Start nicht leicht gemacht habe.
„Heute ist die Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte möglich, vor sechs Jahren nicht.“ Reichelt erinnerte an den Zwei-Meter-Abstand, den Schichtbetrieb, das Homeoffice und weitere Regeln, die im Rathaus damals einzuhalten waren. „Die Sitzungen waren nur bedingt möglich, mit Maske und ohne Zuhörer.“
Reichelt ging auf die größten Projekte der vergangenen sechs Jahre ein. Trotz der Pandemie sind die Parameter der Schulsanierung mit einem Volumen von rund 13 Millionen Euro eingehalten worden. Die Theresienstraße ist Anfang 2023 für 1,2 Millionen Euro saniert worden. Auch der gemeindliche Friedhof wurde erweitert und saniert. Auf die Liegenschaftsgebäude der Gemeinde wurden PV-Anlagen mit Kosten in Höhe von 500.000 Euro errichtet. Reichelt sagte, er habe am 27. April um 14 Uhr am Energiemonitor der Gemeinde-Website gesehen, dass die lokal produzierte Energie bei 1,6 Megawatt gegenüber einem Verbrauch von 600 Kilowatt lag. Diese Werte werden von den Bayernwerken errechnet und zeigen: „Da wollten wir 2020 hin. Danke für das Mitgehen bei den Kosten“, so der Bürgermeister an die Gemeinderäte.
Reichelt hob die Verdienste von Gemeinderätin Andrea Roll (Grüne) heraus, die Beauftragte für Kinder, Jugend und Familie war. „Die Badeplattform ist dein Erfolg.“ Auch der Pfarrkindergarten, dessen Kosten die Gemeinde zu zwei Dritteln trägt, sei fast fertig. Der Straßenbau in Manholding erfolge in diesem Jahr, ebenso der Kreisverkehr in Egerer. Den Kreisel vor der Schule habe man bereits verwirklicht. Wichtig sei gewesen, den vorhabenbezogenen Bebauungsplan des Seniorenpflegeheims an der Max-Kurz-Straße noch mit dem amtierenden Gemeinderat auf den Weg zu bringen.
Reichelt betonte, dass er gerne Bürgermeister gewesen sei in der zurückliegenden Amtsperiode und sich auf die kommenden sechs Jahre freue. Vier Gremiumsmitglieder, die zwischen einer und drei Wahlperioden ehrenamtlich tätig waren, verabschiedete das Gemeindeoberhaupt mit Unterstützung seiner Stellvertreter, des Zweiten Bürgermeisters Markus Brunner (UW) und des Dritten Bürgermeisters Seppi Mayer (CSU), mit Urkunden, Blumen und Geschenkkörben.
Drei Wahlperioden, also seit Mai 2008, war Elisabeth Heimbucher (Grüne) im Gemeinderat, zwei Wahlperioden, seit Mai 2014, Andrea Roll (Grüne). Eine Amtsperiode, seit Mai 2020, waren Irmgard Asenkerschbaumer (CSU), Julia Siglreitmeier (UW) und Bernhard Hecht (Grüne) Mitglieder des Gemeinderats. Asenkerschbaumer stand dem Rechnungsprüfungsausschuss vor, Siglreitmeier war Tourismusbeauftragte und Hecht Mitglied im Musikschulbeirat der Musikschule Traunwalchen.
Feierliche Verabschiedung
und Würdigung
Andrea Roll sagte, sie habe als Ratsälteste Bürgermeister Reichelt vor sechs Jahren den Amtseid abgenommen. Nun werde sie vom Bürgermeister verabschiedet. Damit schließe sich für sie der Kreis. Ihre Fraktionskollegin Elisabeth Heimbucher nahm urlaubsbedingt nicht an ihrer vergangenen Sitzung teil. Sie wurde bereits zuvor nach 18 Jahren aus dem Gremium verabschiedet, sagte Bürgermeister Reichelt.
Noch länger, seit 2005, war Elisabeth Ellmaier Beauftragte für Senioren und Menschen mit Behinderung. Ellmaier gehörte nicht dem Gremium an, wurde aber ebenfalls mit Urkunde, Blumen und Geschenkkorb aus ihrem langjährigen Ehrenamt verabschiedet.