Große Feier nach 31 Jahren Pause

von Redaktion

Bergener Trachtenverein plant mit überwältigender Mehrheit Jubiläumsfest 2028

Bergen – Seit 31 Jahren wurde beim Bergener Trachtenverein nicht mehr groß gefeiert. Die letzten Bemühungen, ein Fest auf die Beine zu stellen, machte die Pandemie zunichte. Doch nun wollen es die Trachtler erneut versuchen und rufen das Festjahr 2028 aus.

Erste Pläne
vorgestellt

In einer außerordentlichen Versammlung im Festsaal wurden die ersten Planungen vorgestellt und demokratisch Rückhalt für das Festjahr gesichert. Mit großer Mehrheit wurde dem Fest mit mehreren Festtagen zugestimmt. Das große Interesse an dem Thema spiegelte sich in dem sehr guten Besuch der außerordentlichen Versammlung wider.

Vorsitzender Martin Heigermoser stellte die Idee des Festjahres 2028 vor. Eigentlich sollte das Gaufest 2020, verschoben auf 2021, in Bergen stattfinden. Doch aufgrund der Corona-Pandemie war dies nicht möglich. Vor neun Jahren, so erinnerte der Vorsitzende, im März 2017, entschied sich der Verein, das „Gaufest unter dem Hochfelln“ auszurichten. Viel wurde hierfür geplant und 2020 sollte dieses Fest über die Bühne gehen.

„Dann hat’s uns 2020 sauber hergehagelt“, bedauerte er und meinte weiter: „Hilft nichts, Trachtenhut richten und weitergehen.“ Seit 31 Jahren gab es folglich kein großes Fest mehr und beim vergangenen Fest waren alle Aktiven noch nicht einmal geboren. Es sei jedoch wichtig, dass die Generation der Aktiven die Möglichkeit eines Festes erhalte. Nun sei der richtige Zeitpunkt.

Ein Gaufest, so erläuterte Heigermoser die Stimmung im Vorstand, werde es nicht geben. Man einigte sich im Vorstand auf ein etwas kleineres Fest, für das ein Festzelt für 2.500 bis 3.000 Gäste ausreichend ist. Eingeladen werden dann die Ortsvereine, die Nachbarvereine, Patenvereine und befreundete Vereine. Über den Termin sei man sich einig: 2028, und zwar vom 10. bis 15. August. Der Verein feiert dann seinen 133. Geburtstag, also einhundert und ein Dritteljahrhundert Jahre.

Pläne von 2020 werden teilweise übernommen. „Wir brauchen bloß die Pläne von 2020 herausholen und anpassen“, meinte Heigermoser. Erste Gespräche mit dem Zeltbau und den Grundstückseigentümern wurden bereits geführt. Die Wünsche und Vorstellungen der Mitglieder seien wichtig. Ganz bewusst habe man diese Versammlung noch vor dem großen Feuerwehr- und Musikfest anberaumt, um zu sehen, wie es da funktioniert, aber auch, um den Schwung mitzunehmen. Mit Bürgermeister Andreas Schultes wurde ebenfalls bereits gesprochen und er versprach die Unterstützung durch die Gemeinde.

In der anschließenden Diskussion wurde gefragt, wie der Termin zustande kam, der doch in den Sommerferien liegt. Laut Heigermoser half ein Blick in den Kalender. Im Juli sind die anderen Trachtenfeste und auch das Gaufest. In der Urlaubszeit haben auch viele Mitglieder selbst Urlaub und können helfen. Die meisten fahren erst Ende August, Anfang September mit der Familie in den Urlaub, meinte der Vorsitzende. Zudem wollte man nicht mit der Fußball-EM in Konkurrenz treten. Das Fellnerfest sei dann ebenfalls vorüber. Vorplattler Thomas Heidelmeier bestätigte, dass die Aktiven hinter dem Fest stehen und sich darauf freuen.

„Ein so großes Fest kann man nur machen, wenn die Mehrheit der Mitglieder dahintersteht und die Tragweite ist so groß, dass die Mitglieder zustimmen müssen“, sagte Heigermoser vor der Abstimmung. Die Generalversammlung sei hierbei die höchste Instanz und gebe einen Auftrag vor. Beim Handaufzeigen wurde es deutlich. Fast alle bestätigten ihre Zustimmung und dieses Votum wurde mit Applaus bestätigt. Nun geht es in die Planungen.

Keine Konkurrenz
zur Fußball-EM

Bürgermeister Andreas Schultes bietet die Unterstützung der Gemeinde an. Bereits im Vorgespräch habe er, Andreas Schultes, erklärt, wie sehr er sich nach zwei abgesagten Festen freue, dass der Verein nochmals die Chance ergreife, ein solch großes Fest auf den Weg zu bringen. Der Festplatz wird voraussichtlich derselbe wie beim bevorstehenden Feuerwehrfest sein. Er könne die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zusagen. Nun geht die Vorstandschaft in die weitere Planung und wird in der Jahresversammlung im Herbst weiter informieren.

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