Marquartstein – Marquartstein soll einen „MTB Spiel- und Motorik-Platz“ bekommen. Dieser soll ein Platz der Begegnung werden – kostenlos und öffentlich zugänglich.
Die letzte Gemeinderatssitzung in dieser Wahlperiode brachte ein neues Projekt für den TSV Marquartstein, Abteilung Mountainbike, auf den Weg. Auf der Fläche der früheren Eisstockbahn am Parkplatz der Hochplattenbahn beabsichtigt der TSV die Errichtung eines „MTB Spiel- und Motorik-Platzes“. Die Fläche steht im Eigentum des Freistaates Bayern, vertreten durch die Bayerischen Staatsforsten (BaySF), und ist durch die Gemeinde angepachtet.
Bayerische Staatsforsten
stimmen zu
Da die Nutzung als Eisstockbahn aufgegeben wurde, wollte die Gemeinde die Pacht der Fläche eigentlich kündigen. Dies wäre jedoch mit einem Rückbau der Anlage verbunden. In einem Vor-Ort-Termin von Gemeinde, den ehemaligen Eisstock-Schützen und dem Revierförster entstand die Idee, bei der Abteilung Mountainbike als Betreiber des MTB-Trails an der Hochplatte anzufragen, führte Bürgermeister Scheck (BfM) aus.
Die BaySF hat der neuen Nutzung bereits zugestimmt. Näheres soll in einem direkten Pachtvertrag zwischen BaySF und dem TSV geregelt werden.
Thomas Sachenbacher vom TSV stellte das Projekt den Gemeinderäten vor: Der Platz soll ein geschlossenes System mit drei Bahnen erhalten. Ziel ist es, die Fahrtechnik in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu verbessern, für Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. Zielgruppen sind Kinder und Erwachsene.
Der Platz soll ein Ort der Begegnung werden, kostenlos und öffentlich. Wichtig war Thomas Sachenbacher die Förderung und Verbesserung der Fahrtechniken und Balance auf dem Fahrrad, die Stärkung der Motorik, der Umsicht und der kognitiven Fähigkeiten. Positiv sah er auch die Weiterverwendung einer alten Sportfläche, die sonst zurückgebaut werden müsste, was mit größeren Kosten verbunden wäre.
Zuständig für Planung und Umbau des Projektes ist der TSV, ebenso später für die Wartung, Pflege und Haftung. Die Kosten liegen bei rund 18.000 Euro, möglich wäre eine Förderung von 9.000 Euro. Die restlichen 9.000 Euro sollen durch eine Crowdfunding-Aktion, Sponsoren und die Gemeinde finanziert werden. Die relativ niedrigen Kosten sind nur durch die Eigenleistung, die die Mitarbeiter des Vereins ehrenamtlich leisten, möglich.
Bei den Fragen der Gemeinderäte stand auch Joschi Althammer vom TSV zur Verfügung. Er erzählte, dass der Verein schon Erfahrungen in Übersee gesammelt hat, bei der dortigen Pumptrack-Anlage, und dass hauptsächlich Naturmaterialien verwendet werden sollen. Die Gemeinderäte begrüßten den Plan für den MTB Spiel- und Motorik-Platz und gaben grünes Licht.
Projekt kostet
18.000 Euro
Ein weiterer Punkt der Sitzung betraf den Garagenbau mit Schwierigkeiten. Es ging um den Bauantrag zur Errichtung einer Garage an der Straße Kleine Ötz. Im ursprünglichen Bauantrag aus dem vergangenen Jahr wurden drei Stellplätze geplant.
Nunmehr wird eine in den Hang gebaute Dreifachgarage mit Flachdach über eine isolierte Befreiung unter fünfzig Quadratmetern beantragt, trug Erik Oberhorner von der Bauverwaltung vor. Die Gemeinderäte stellten die Praktikabilität infrage. Nach einer Diskussion wurde einem Garagenbau grundsätzlich zugestimmt, aber nicht in der eingereichten Form. Eventuell gibt es durch einen Grundstückstausch eine praktikable und sinnvolle Möglichkeit.
Im Rahmen der Sitzung wurde auch Maria-Luisa Bauer verabschiedet. Bürgermeister Scheck verabschiedete Rätin Maria-Luisa Bauer, da diese an der offiziellen Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte in der Bürgerversammlung beruflich verhindert war. Bürgermeister Scheck bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement über sechs Jahre und überreichte eine Urkunde und einen Geschenkkorb.
Gehweg und
Radabstellplatz
Unter dem Punkt „Wünsche und Anträge“ nahm Manfred Hollmann (CSU) Bezug auf einen fehlenden Fahrradabstellplatz für die Schüler der Grundschule an der Burgstraße und schlug hierzu eine Fläche auf dem Gelände des ehemaligen Gasthofs Alpenrose oder an der Alten Dorfstraße vor. Das erste Grundstück ist zu weit von der Grundschule entfernt, und bei dem anderen Grundstück müssten die Schulkinder die Alte Dorfstraße queren.
Klaus Hell (BfM) sprach sich erneut für die Notwendigkeit eines Gehweges an der Schloßstraße aus. Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) teilte mit, dass derzeit Angebote für eine Weiterführung der Planung zum Ausbau der Schloßstraße eingeholt werden. Der Zeitpunkt einer Realisierung ist jedoch ungewiss.