Hans Grabmüller verlässt nach sechs Jahren das Grassauer Kulturamt

von Redaktion

„Arbeit hat großen Spaß bereitet“ – Abschied wurde aus gesundheitlichen Gründen notwendig

Grassau – Das Kulturfest 2025 sei eine Idee des Kulturbeauftragten Dr. Hans Grabmüller gewesen, informierte Bürgermeister Stefan Kattari zu Beginn der letzten Marktgemeinderatssitzung in dieser Wahlperiode. Diese wurde genutzt, um die Arbeit der Beauftragten und Referenten unterschiedlicher Fachbereiche zu beleuchten. Für das kulturelle Leben engagierte sich Dr. Hans Grabmüller, der aus gesundheitlichen Gründen in der kommenden Wahlperiode dieses Amt nicht weiterführen möchte. Viel hat Dr. Hans Grabmüller erreicht. Zu Beginn seiner Ehrenamtszeit habe er ein Kulturleitbild entworfen, das dem Marktgemeinderat vorgestellt wurde. In diesem sei beabsichtigt worden, die zwölfbändige Ortschronik mit ergänzenden Heften zur Ortsgeschichte zu ergänzen. Grabmüller verwies auf drei Hefte, die in dieser Zeit veröffentlicht wurden: die Geologie von Grassau von Robert Darga sowie zwei Hefte über Viehhausen und den Osten Grassaus von Autorin Uta Grabmüller. Weitere Hefte sind über Rottau, Mietenkam und das Oberdorf geplant.

Im Jahr 2020 wurde zudem das Konzept von Kunstausstellungen im öffentlichen Raum vorgestellt. Da dauerhaft im öffentlichen Bereich gezeigte Kunstwerke nach einer gewissen Zeit das Interesse verlieren, entschied man sich für eine Outdoorgalerie mit wechselnden Objekten. Zwei Ausstellungen konnten bislang gezeigt werden: eine Skulptur von Valentin Diem und die noch stehende Figur der „Himmigugger“ von Moni Stein. Eine weitere Ausstellung sei in diesem Jahr geplant, die Entscheidung, welches Kunstwerk gezeigt wird, sei noch nicht gefallen.

2023 gelang es, die Topothek der Öffentlichkeit zu präsentieren – eine dauerhafte Fotoausstellung im Internet, zugänglich für alle Bürger. Die Datenbank werde hauptsächlich von Olaf Gruß und Stefan Kattari senior gepflegt, lobte Grabmüller. 2025 galt es dann, ein großes Kulturfest zu organisieren. Anlass war eine Vielzahl von Jahrestagen: 60 Jahre Markterhebung, 60 Jahre Theaterverein, 50 Jahre Musikschule, 40 Jahre Grassauer Blechbläser, 30 Jahre Aktives Grassau und 30 Jahre Partnerschaft zu Raschau. Grabmüller freute sich, dass dieses Kulturfest, das selbst ein Jahr später noch nachhallt, ein großer Erfolg war. Im Zusammenhang mit dem Kulturfest habe er eine Geschichtschronologie entworfen, die auf großen Tafeln im Kurpark zu lesen war.

Ein weiterer Vorschlag, der bislang noch nicht umgesetzt wurde, sei eine Artothek – eine Galerie im Internet mit Gemälden, Grafiken und Kunstwerken aller Art, die auch entliehen werden können. So wäre es möglich, dass Kunstwerke in gemeindlicher Hand auch öffentlich gezeigt werden. Gegen geringes Entgelt werde diese an Praxen und Wirtschaften verliehen. Grabmüller merkte an, dass die Gemeinde Grassau bereits zahlreiche Kunstwerke besitze, die sie verleihen könnte, und auch der Kunstkreis einiges beisteuern könnte.

„Mir hat die Arbeit großen Spaß bereitet und ich bin dankbar für die Unterstützung“, betonte Dr. Hans Grabmüller. Dennoch wolle er aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt aufgeben. Viele Dinge habe Dr. Grabmüller angeschoben und sei sehr aktiv und engagiert gewesen, lobte Bürgermeister Stefan Kattari. Der Vorschlag zum Kulturfest stamme ebenfalls vom Kulturbeauftragten und habe damit auch identitätsstiftend gewirkt. Kattari dankte im Namen der gesamten Gemeinde für das „großartige Engagement“.tb

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