Reit im Winkl – Um den am Weitsee neben der Bundesstraße stehenden Funkturm ging es in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Reit im Winkl. Dieser war im September 2025 zunächst verfahrensfrei errichtet worden, was gemäß Bayerischer Bauordnung zur Schließung von Versorgungslücken für längstens 24 Monate möglich ist. Nun lag von der „DFMG Deutsche Funkturm GmbH“ ein Bauantrag auf Umwandlung des antennentragenden Masts in ein dauerhaftes Bauwerk vor.
Bürgermeister Matthias Schlechter (CSU) gab bekannt, dass er dazu im Vorfeld die Untere Naturschutzbehörde kontaktiert habe. Diese habe ihm mitgeteilt, dass von der Höheren Naturschutzbehörde bereits im November 2025 unter anderem gefordert worden sei, das überirdische Fundament des Masts zeitnah besser in die Umgebung einzubinden. Zudem seien weitreichende Bepflanzungen inklusive Bäume erster Ordnung zu prüfen, um die Sichtbarkeit auf die untere Hälfte des Masts von allen Seiten zu minimieren.
Schlechter kritisierte die Standortwahl des Masts im Naturschutzgebiet und unmittelbar an der Bundesstraße und wies darauf hin, dass ursprünglich ein Platz nördlich davon infrage gekommen wäre. Georg Speicher (Freie Wähler) bemerkte, dass eine wirksame Bepflanzung an diesem Standort überhaupt nicht möglich sei. Der Gemeinderat lehnte den vorliegenden Antrag einstimmig ab.
Weiter ging es um einen Antrag auf Vorbescheid zur Klärung der Nutzung einer Doppelhaushälfte auf einem Grundstück an der Schwimmbadstraße zwischen Kurpark und Freibad. Bereits im November 2025 war der Vorbescheid zur Errichtung von zwei Einfamilienhäusern oder der Errichtung eines Doppelhauses und eines Einfamilienhauses dort erteilt worden. Nun wurde ergänzend ein Vorbescheidantrag hinsichtlich der Nutzung einer Doppelhaushälfte in der Weise gestellt, dass die erste Wohneinheit als fester Erstwohnsitz und die zweite Wohneinheit als Ferienwohnung genutzt werden soll.
Da sich in der näheren Umgebung bereits Vermietungsbetriebe befänden, sei eine solche Nutzung zulässig, informierte Bürgermeister Schlechter. Der Gemeinderat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen und verwies darauf, dass hinsichtlich der Gestaltung der Außentreppe die Baugestaltungssatzung zu beachten sei.
Einhellig zugestimmt wurde auch einem Bauantrag auf Abbruch einer bestehenden Doppelgarage und Neubau einer Doppelgarage mit Abstellräumen auf einem Grundstück am Haselnussweg in Entfelden. Das galt auch für eine vorliegende Abweichung von der Baugestaltungssatzung hinsichtlich der Dachneigung.
Außerdem gab Bürgermeister Schlechter bekannt, dass in Kürze ein Carsharing-Auto zur Verfügung stehe. Ansprechpartner hierfür sind im Rathaus und in der Tourist-Info.sh