Breitbrunn – In einer gut gefüllten Chiemseehalle hat Sängervorsitzender Sepp Obermeier viele Zuhörer begrüßt. Er versprach einen stimmungsvollen Abend mit einem abwechslungsreichen Potpourri von traditionellen Liedern bis hin zu bekannten und beliebten Schlagern.
Neben den Sängern hatte auch die immer größer werdende Breitbrunner Blechmusi auf der Bühne Platz genommen und spielte zur Eröffnung einige Musikstücke auf. Dirigent und musikalischer Leiter Hans Hainz betrat anschließend das Podium und führte mit amüsanten Textbeiträgen durch den Abend.
Der erste Liederblock begann mit „Wie ein stolzer Adler“, einer Parodie eines von Ludwig Spohr (1748-1859) vertonten Liedes, „I trink hiaz kan Schnåps mehr“ von Gretl Komposch (1923-2019), einer bekannten Kärntner Komponistin und Volksliedsammlerin, sowie „A sunniges Platzl“ vom Grazer Komponisten Lorenz Maierhofer. Für den von Adriano Celentano gesungenen Schlager „Azzurro“, verfasst vom damals noch unbekannten Jazzmusiker und Liedermacher Paolo Conte, hatten die Sänger sogar etwas Italienisch gelernt. Nach einer musikalischen Pause, untermalt durch die Breitbrunner Blechmusi, betrat „MGV-Xtra“ für einige A-cappella-Einlagen die Bühne. Mit „Wellerman“, einem neuseeländischen Walfänger-Shanty aus der Zeit um 1860, „Männer“ von Herbert Grönemeyer und dem „Chiemsee Blues“ zeigte die kleine Truppe ihre eigene Interpretation der Stücke.
Auch die Lieder „La Montanara“ von Toni Ortelli mit einem Solo von Christian Axmann, der Schlager „Bel Ami“ von Hans Fritz Beckmann und Theo Mackeben sowie „Mit 66 Jahren“ vom österreichischen Schlageridol Udo Jürgens fehlten ebenso wenig wie Stücke von Reinhard Fendrich, Hubert von Goisern (1992) und Reinhard May (1974). Bei einigen Stücken wurden die Sänger dabei mit Instrumentalisten aus den eigenen Reihen rhythmisch begleitet.
Der letzte Block stand schließlich ganz im Zeichen von Musik und Gesang. Die aus 28 Sängern und 14 Blasmusikanten bestehende Formation bot dem Publikum den „Fliegermarsch“ von Hermann Dostal aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“ (1912), den Bozner Bergsteigermarsch „Wohl ist die Welt so groß und weit“ von Karl Felderer (1926) sowie „Lasset uns das Leben genießen“, ein bekanntes, traditionelles Studenten- und Volkslied, bei dem sie auch vom Publikum stimmkräftig unterstützt wurden.
Zum Ausklang des Abends ließ die Blechmusi noch einige schmissige Stücke erklingen. Ein Dank erging an das Team der „Schützengesellschaft Gemütlichkeit“ für die Bewirtung sowie alle Helfer. wak