Chieming – Mehrere Hundert Chieminger Bürger, Touristen und Schaulustige kamen am Freitag, 1. Mai, bei schönstem Frühlingswetter vor dem Chiemseer Wirtshaus zusammen, um bei der Maibaumaufstellung des Trachtenvereins dabei zu sein. Wie zu erwarten endete das vorausgegangene Stehlen des Maibaums durch die Eisenärzter aktiven Trachtler mit Vorstand und Gebietsvorsteher Alois Lankes nicht vor dem Kadi, sondern in bestem Zusammenhalt bei Brotzeit, Bier und dem gemeinsamen Aufstellen des Baums sowie Schuhplatteln und Tänzen um die stattliche Fichte. Als Auslöse seien allerdings hundert Liter Bier fällig geworden, teilte Chiemings Trachtenvereinsvorsitzender Korbinian Maier mit. Pünktlich um 13 Uhr halfen etwa 40 aktive Buam der Eisenärzter und Chieminger Trachtler zusammen, um die 25 Meter hohe Fichte mit 16 angebrachten Schildern von Handwerksberufen mit Schwaiberln in die Höhe zu stemmen. Gekrönt wird das mächtige Frühlingsstangerl von einem Wetterhahn. Nach anderthalb schweißtreibenden Stunden hatten es die Trachtler unter Aufsicht von Zimmerermeister Konrad Kecht geschafft und der Maibaum war zentimetergenau in die Halterung eingerastet. Die Chieminger Trachtenkapelle erhob einen Tusch und legte mit dem bayerischen Defiliermarsch nach. Den neuen Dorfbaum gespendet hatte Franz Schrobenhauser aus Chieming aus dessen Wald.
Musikalisch unterhalten wurde der Feiertag von der Chieminger Trachtenkapelle mit bayerisch-böhmischen Klängen unter Leitung von Engelbert Hofmann. Adam Helminger begleitete den Heisei-Plattler der Vachendorfer Eisenärzter Trachtenbuam und das Bauerntanzl mit der Ziach. Auch Chiemings Trachtenkinder traten auf – mit Plattlern und Tänzen. Nach dem Aufstellen brachten die aktiven Buam und Dirndln mit dem Mühlradl, der Amboss-Polka und Plattlern ihre Freude über den perfekten Einstieg in den Wonnemonat zum Ausdruck.