LTG Prien begeistert mit „Titanic“

von Redaktion

Theatergruppe führt Eigenproduktion auf – Lang anhaltender Applaus für beide Vorstellungen

Prien – Mit dem Stück „Titanic“, einer Schülerentwicklung, die sich eng an die historischen Personen und dokumentierten Abläufe der Nacht vom Sonntag, 14. auf den 15. April 1912 anlehnte, brachte die Theatergruppe des LTG Prien ein lustiges, aber gleichzeitig auch sehr emotionales Theaterstück auf die Bühne des König-Ludwig-Saals. Unter Leitung von Elisabeth Hügel interpretierten die Schüler die Handlung jedoch an zentralen Stellen neu.

Im Zentrum des Stücks standen die Überfahrt der RMS Titanic nach Amerika und der starke Kontrast zwischen dem luxuriösen Reisen in der ersten Klasse und den Schicksalen der Menschen, die als günstige Arbeitskräfte auf dem Schiff beschäftigt waren oder die Reise in der dritten Klasse überstehen mussten.

Zu den Passagieren der ersten Klasse gehörte auch die junge, hübsche, aber rebellische Jacky Aubert, Tochter einer wohlhabenden Familie. Sie sollte nach dem Wunsch ihrer Eltern mit dem deutlich älteren Geschäftsmann Alfred Blumler verheiratet werden, um ihr die jugendlichen Flausen auszutreiben. Während der Überfahrt trifft sie auf Rose, eine gleichaltrige Reisende aus der dritten Klasse. Sie schreiben heimlich Briefe im Frachtraum und verlieben sich. Gegen zahlreiche Widerstände beschließt Jacky, für ihre wahre Liebe zu kämpfen. Die Kollision mit dem Eisberg, das Chaos bei der Evakuierung und schließlich die letzten beiden Plätze auf einem der zu wenigen Rettungsboote führten das Stück zu einem Happy End für das junge Liebespaar. Gleichzeitig wurde aber auch das Schicksal der weniger privilegierten Passagiere thematisiert, die aufgrund der fehlenden Rettungsboote im Eismeer ums Leben kamen.

Wieder einmal zeigten die jungen Schauspieler ihr Können und begeisterten mit ihrer Darbietung das Publikum. Neben dem ernsten Charakter des historischen Hintergrunds und der berührenden Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Frauen wurden auch aktuelle gesellschaftskritische Aspekte und humorvolle Momente eingearbeitet. Für das rundum gelungene und sehr unterhaltsame Stück dankte das Publikum an beiden Vorstellungen mit lang anhaltendem Applaus.

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