Breitbrunn – Einstimmig erfolgte die Zustimmung für den Haushalt 2026 und die Finanzplanung und Investitionsprogramm bis 2029 für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Breitbrunn. Kämmerer Karl-Heinz Heitauer hatte zuvor dem Gremium die Haushaltsplanung erläutert. Das über 200 Seiten starke Konvolut samt Anlagen hatte er schon vorab den Teilnehmern zukommen lassen. Für die Sitzung hatte er ein kleines kompaktes Zahlenwerk vorbereitet.
Komplett
umlagenfinanziert
Zuerst aber betonte Karl-Heinz Heitauer, dass der VG-Haushalt komplett umlagenfinanziert sei und dass das Umlagesoll der durch sonstige Einnahmen nicht gedeckte Bedarf sei. Im Vermögenshaushalt sind heuer 167.000 Euro (64,35 Prozent weniger gegenüber dem Vorjahr) angesetzt, der Verwaltungshaushalt steigt um 3,35 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,277 Millionen Euro an. Die Verwaltungsumlage wird auf 1,675 Millionen Euro festgesetzt. Für die insgesamt 2.784 Einwohner (27 Einwohner weniger als im Vorjahr) sind das je Einwohner 601,90 Euro (im Vorjahr 538,17 Euro). Die Schulaufwandsumlage wird für das Haushaltsjahr 2026 auf 200.000 Euro festgesetzt. Dabei wird die Verwaltungsumlage nach der Zahl der Schüler auf die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft umgelegt. Für die Berechnung der Schulaufwandsumlage wird die maßgebende Schülerzahl (Stand 1. Oktober 2025) auf 93 Grundschüler (fünf mehr als im Vorjahr) und auf 2.150 Euro je Grundschüler festgesetzt.
Beim Kinderhaus werden für die Finanzierung von Ausgaben im Verwaltungshaushalt heuer 524.400 Euro angesetzt. Die Kinderhausumlage bezieht sich auf 94 Kindergartenkinder, vier weniger als im Vorjahr (Stand 1. Oktober 2025), das sind also je Kindergartenkind 5.578,72 Euro Verwaltungsumlage.
Heitauer verwies auf weitere Eckpunkte: Der Soll-überschuss macht heuer null Euro aus, an Investitionsvolumen sind für die Grundschule 51.000 Euro, für das Kinderhaus 30.000 Euro und für die Verwaltung 26.000 Euro vorgesehen. Heitauer erwähnte in dem Zusammenhang auch, dass der Schuldendienst für Zins und Tilgungen heuer 193.000 Euro ausmacht.
„Besonderheit des
diesjährigen Haushalts“
An Pflichtzuführungen stehen heuer 115.000 Euro an, bei den Zuführungen steht ein Minus vor den 23.000 Euro: „Eine Besonderheit des diesjährigen Haushalts.“ Das werde sich aber in den kommenden Jahren wieder zum Positiven wenden, zeigte der Kämmerer auf. Bezüglich Kinderhaus erklärte er, dass man hier die Schulden nach und nach abbauen werde. Gleichzeitig verwies er auf die Verteilung der Finanzierungslast: Eigentlich müsste der „Anteil Gemeinde-Eltern -Freistaat“ jeweils gedrittelt sein. Fakt aber sei, dass die Gemeinde 64 Prozent und der Freistaat 27 Prozent übernehmen, den Eltern verbleibt ein Anteil in Höhe von neun Prozent.
Unter dem Stichwort Grundschulumlage verwies Heitauer auf einzelne ausgewählte Zahlen: Vom Freistaat gebe es erstmalig Förderungen für die Digitalisierung in Höhe von 5.000 Euro, auch wenn das Anfordern „für uns viel Aufwand“ bedeutete. Allein 60.000 Euro macht die Schülerbeförderung aus.
Bei der Verwaltungsumlage fallen die hohen Ausgaben ins Auge: 115.000 Euro mehr als im Vorjahr für Personal (1,362 Millionen Euro) und 19.000 Euro mehr beim sachlichen Betriebaufswand (448.000 Euro). Geschäftsleiter Thomas Wagner erwähnte in dem Zusammenhang auch die Pflichtaufgaben der Gemeinde.
Hohe Ausgaben
in der Verwaltung
VG-Vorsitzender Anton Baumgartner bedankte sich beim Kämmerer ausdrücklich für die Haushaltsplanung. Vorbehaltlich einer etwa erforderlichen Genehmigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde, soll – so der einstimmig gefasste Beschluss – die Haushaltssatzung 2026 erlassen werden und der Haushaltsplan mit den darin enthaltenen Ansätzen und Abschlussziffern aufgestellt werden. Ebenso geschlossen stimmte das Gremium der Finanzplanung mit Investitionsprogramm zu.