Bürgermeister Andreas Scheck zieht Bilanz

von Redaktion

Marquartstein plant Millioneninvestitionen und nimmt erstmals wieder Kredite auf

Marquartstein – Einmal im Jahr lädt Bürgermeister Andreas Scheck alle Bürger ein, um über Entwicklungen im Ort aus dem vergangenen Jahr zu berichten und einen Ausblick für die kommenden Monate zu geben. Zunächst bedankte sich Andreas Scheck für seine Wiederwahl als Bürgermeister und das ihm entgegengebrachte Vertrauen.

Gemeinde hat
3.585 Einwohner

Andreas Scheck gab Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung bekannt: In Marquartstein leben 3.585 Einwohner, 3.249 mit Hauptwohnsitz und 336 mit Nebenwohnsitz. 13 Geburten stehen 46 Sterbefällen entgegen, die Bevölkerung ist also leicht rückläufig. Die Geburtenquote liegt mit 6,6 Geburten pro 1.000 Einwohner eher im unteren Drittel im Vergleich der Gemeinden im Landkreis (2024). Das zeigt sich auch in der Altersstruktur, wo die Bürger über 66 Jahre mit 30 Prozent einen immer größeren Anteil bilden.

2025 wurden etwas weniger Investitionen getätigt, aber im Jahr 2026 wird sich das aufgrund der geplanten Baumaßnahmen und Grundstücksinvestitionen wieder erheblich erhöhen. Die Entwicklung im Verwaltungshaushalt spiegelt die allgemeine Kostensteigerung wider, wird jedoch aufgrund von Einsparungen um 165.000 Euro in 2026 niedriger ausfallen. Die Grundsteuer ist 30.000 Euro höher als vor der Grundsteuerreform, aber es sind noch zahlreiche Fälle nicht abschließend geklärt.

Die Gewerbesteuereinnahmen lagen 2025 bei 1,8 Millionen Euro und wurden mit 1,2 Millionen Euro für 2026 eher vorsichtig angesetzt. Die Einkommensteuerbeteiligung liegt etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr, bei 2,4 Millionen Euro. 2025 konnten noch 2,2 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. 2026 wird nur noch die Mindestzuführung möglich sein durch die geplanten hohen Investitionen.

Der Schuldenstand zum Ende des vergangenen Jahres lag bei null Euro. Durch die geplanten Investitionen ist dieser für Ende 2026 mit knapp 2,3 Millionen Euro geplant, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 600 Euro. Die allgemeine Rücklage lag Ende 2025 bei rund 1,7 Millionen Euro, der Plan für 2026 liegt bei rund 213.000 Euro. Darüber hinaus enthält der Haushaltsplan 2026 erstmals wieder eine Kreditaufnahme von 2,3 Millionen Euro. Einen Teil der Investitionen wird in den nächsten Jahren auch wieder zu Einnahmen führen, zum Beispiel in Form von Erschließungsbeiträgen und für den Verkauf von Immobilien.

Die Fahrgastzahlen der Hochplattenbahn sind aufgrund des schlechten Wetters im Juli auch 2025 wieder niedriger. Die Einnahmen insgesamt sind wegen zwischenzeitlicher Fahrpreiserhöhung höher. Parkgebühren tragen zur Refinanzierung der Betriebskosten bei. Darum hat sich der Gemeinderat für eine Parkraumbewirtschaftung am Hochgern und an der Hochplatte entschieden.

Einige Zahlen zu den jüngsten Gemeindemitgliedern: Die beiden Kindergärten werden vom katholischen KITA-Verbund Grassau betrieben. Im Pfarrkindergarten St. Veit werden zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen betreut. Im Naturkindergarten Waldzwerge eine Gruppe (bis zu 25 Kinder). Die Grundschule besuchen derzeit 76 Kinder. Für das kommende Schuljahr 2026/27 werden 30 neue Schulkinder erwartet. Derzeit nehmen 55 Kinder das Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsschule in Anspruch.

120 Menschen gehen
zur Achental-Tafel

Mit der Achental-Tafel trägt Marquartstein einen wichtigen Baustein im sozialen Netzwerk der Achental-Gemeinden bei. Rund 120 bedürftige Personen aus der Region werden jede Woche mit Nahrungsmitteln versorgt. Die Gemeinde trägt die Kosten für den Gebäudeteil sowie die Nebenkosten. wun

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