Siegsdorf – Viele Besucher hatten sich jüngst im Siegsdorfer Festsaal eingefunden, um die Vereidigung des neuen Bürgermeisters und der neuen Gemeinderäte mitzuerleben. Der neue Siegsdorfer Bürgermeister Christian Scheck zeigte sich in seiner Begrüßung sehr angetan vom großen Interesse und freute sich neben der Teilnahme seines Vorgängers Thomas Kamm auch über viele ausgeschiedene Gemeinderatsmitglieder und Kandidaten sowie Mitarbeiter aus der Verwaltung und dem Bauhof. Auch Pfarrer Thomas von Rechberg und der Guardian des Klosters Maria Eck, Bruder Markus, waren zur konstituierenden Sitzung gekommen.
Thomas Kamm
übergibt Amtskette
Nach 18 Jahren an der Spitze der Gemeinde war es dem bisherigen Bürgermeister Thomas Kamm eine Ehre, die Amtskette der Gemeinde Siegsdorf seinem Nachfolger Christian Scheck umzulegen. Mit dabei hatte Kamm auch eine „Schatztruhe“ mit einigen zeitgeschichtlichen Inhalten, die er vor 18 Jahren von Altbürgermeister Franz Maier erhalten und nun mit weiteren Dokumenten ergänzt an Christian Scheck übergab. Zudem hatte er den Rathausschlüssel in echter und symbolischer Form mitgebracht und wünschte seinem Nachfolger und dem gesamten Gemeinderat viel Erfolg bei ihrer Arbeit zur Weiterentwicklung der Gemeinde Siegsdorf.
Dem ältesten Mitglied im Gemeinderat, Hans Geiger (BfS), war es vorbehalten, dem neuen Bürgermeister den Amtseid abzunehmen, bevor Christian Scheck die acht neuen Ratsmitglieder vereidigte. In alphabetischer Reihenfolge legten Valentin Abstreiter (UW), Michaela Eder (SPD), Stefan Eisenbichler (UW), Michael Hobmaier (BfS), Andreas Hochreiter (BfS), Johannes Maier (CSU), Martin Maier (UW) und Manfred Steiner (UW) ihren Amtseid ab und erhielten damit ihre Legitimation als Gemeinderatsmitglieder.
Zur Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter hatten im Vorfeld bereits Gespräche unter den Fraktionen stattgefunden. Das Ergebnis war, die bisherige Lösung mit einem Zweiten und einem Dritten Bürgermeister beizubehalten, was das Gremium in seiner ersten Abstimmung einstimmig (21:0) unterstützte.
Zur Wahl des Stellvertreters schlug UW-Fraktionssprecher Martin Maier die langjährige Gemeinderätin Stephanie Buchner vor, was auch Christian Gerhart, Sprecher der Bürger für Siegsdorf (BfS), unterstützte. Als weiteren Kandidaten empfahl Dr. Jürgen Leikert (CSU) seinen erfahrenen Gemeinderatskollegen Hubert Wolff, dessen Kandidatur auch von den Sprechern der Grünen, Willi Geistanger, und der SPD, Peter Mayer, unterstützt wurde.
Mit dem deutlichen Ergebnis von 14:7 Stimmen konnte sich Stephanie Buchner in geheimer Wahl durchsetzen. Sie bedankte sich für das große Vertrauen und bot allen eine faire und konstruktive Zusammenarbeit an. Auch zur Besetzung eines weiteren Bürgermeisterpostens gab es mehrere Vorschläge. UW und BfS plädierten für eine Kandidatur von Gemeinderatsneuling Michael Hobmaier. SPD-Sprecher Peter Mayer brachte sich selbst als Kandidat ins Spiel, und Willi Geistanger (Grüne) warb für seine Kollegin Marlis Neuhierl-Huber.
In geheimer Abstimmung votierten daraufhin vier Ratsmitglieder für Peter Mayer, Marlis Neuhierl-Huber erhielt fünf Stimmen, und mit zwölf Stimmen wurde Michael Hobmaier zum Dritten Bürgermeister berufen. Nach der offiziellen Vereidigung seiner beiden künftigen Stellvertreter gratulierte Bürgermeister Christian Scheck den beiden und dankte dem gesamten Gemeinderat für die Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen. Mit Blick auf das neue motivierte Team freute er sich auf die kommenden Aufgaben und betonte: „Die Vielfältigkeit und das Fachwissen des Gremiums spiegeln die breite Bürgerschaft der Gemeinde wider.“
Scheck betonte, die Aufgabe des Gremiums und seiner Arbeit müsse es sein, stets die gesamte Gemeinde im Blick zu haben und persönliche Interessen auch einmal in den Hintergrund zu stellen.
Vielfältigkeit
und Fachwissen
Als weitere Tagesordnungspunkte übernahm der Rat den vorläufigen Sitzungskalender der Vorgänger für das laufende Jahr. Es fasste Beschlüsse zur weiteren Gültigkeit der Geschäftsordnung des Rats bis zum Neuerlass, die jeweils für eine Gemeinderatsperiode gilt, und nahm Kenntnis von der „Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts“, die ebenfalls in einer der nächsten Sitzungen aktualisiert und angepasst werden muss.