Rimsting – Andreas Fenzl habe sich in den vergangenen sechs Jahren als ein Rathaus-Chef mit großem Verantwortungsbewusstsein, einer menschlichen und fürsorglichen Seite und einem immer offenen Ohr für die Bürger ausgezeichnet.
Immer ein
offenes Ohr
Thomas Schuster unterstrich als scheidender Zweiter Bürgermeister und Gemeinderat die „offene, ruhige und souveräne Arbeit Fenzls“, die auch seitens der über 100 Gemeindemitarbeiter in ganz persönlichen Worten zum Ausdruck gekommen sei. Fenzl sei immer für alle da gewesen und „ohne lange Terminvereinbarungen“ habe der scheidende Bürgermeister versucht, jedem Einzelnen zu helfen, unterstrich Schuster bei der „Verabschiedungs-Sitzung“. Fenzl war nicht mehr zur Kommunalwahl im März 2026 angetreten. Als amtierender Zweiter Bürgermeister verabschiedete Thomas Schuster den scheidenden Rathaus-Chef mit sehr persönlichen Worten. Schuster hob hervor, dass Fenzl vor seiner Amtszeit als Erster Bürgermeister (er wurde 2020 ins Amt gewählt) schon zwölf Jahre Zweiter Bürgermeister war. Insgesamt habe er dem Gremium 18 Jahre als Rat angehört, und ihm, Schuster, obliege nun die ehrenvolle Aufgabe, Fenzl zu verabschieden.
Schuster erinnerte an den Beginn der Corona-Pandemie, die genau zum Anfang der Amtszeit aufgetreten sei und „drei Jahre lang die Abläufe in den gemeindlichen Einrichtungen und auch im Gemeinderat beeinträchtigte“. Ein Bürgermeister würde ja immer nah am Bürger sein wollen, „Corona und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen haben das verhindert“, so Schuster.
Aber alles sei am Laufen gehalten worden, und mit sehr viel Bemühungen sei es gelungen, die Kinder wieder zu betreuen, in den Kindertagesstätten ebenso wie in der Schule. Man habe auch auf keine Erfahrungen zurückgreifen können, erinnerte sich Fenzl im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung an die anstrengende Zeit für die Bürger sowie für die Verwaltung und Beschäftigten.
Schuster sprach die vielen Projekte der vergangenen sechs Jahre an, die im Hoch- und im Tiefbau realisiert worden seien, wie den Neubau des Horts und der Bücherei, die Erweiterung des Horts durch die Anmietung von Haus 2 und 3, die Errichtung des zweiten Wohngebäudes im Kommunalen Wohnungsbau an der Greimhartinger Straße, den Neubau des Wasserhochbehälters in Pinswang und die Generalsanierung des Hochbehälters in Osterhofen.
Mit Blick auf die benachbarte Grundschule sprach Schuster die geplante Sanierung an, die bereits aufs Gleis gesetzt sei, und den Grunderwerb für den Neubau des Feuerwehrhauses in Greimharting, der bereits beurkundet sei. Als weitere Bausteine sprach Schuster das städtebauliche Entwicklungskonzept an, ebenso das Mobilitätskonzept. Beide Programme seien in vielen Stunden im Gemeinderat besprochen und verabschiedet worden und „wichtige Planungsgrundlagen für die Zukunft von Rimsting“, so Schuster weiter.
Andreas Fenzl habe auch bei den Vereinsjubiläen immer große Freude gehabt und die Schirmherrschaft übernommen. Der Zweite Bürgermeister zählte etliche auf, so 40 Jahre Laien-Bühne, das Jubiläum zum 100. Geburtstag des Trachtenvereins oder die große Feier anlässlich „150 Jahre Feuerwehr Greimharting“. Er sprach aber auch die Erkrankung von Fenzl im September 2024 an, die ihn viele Wochen ausgebremst habe. Allerdings habe er bereits nach fünf Wochen sein Amt wieder aufgenommen, erinnerte Schuster. Für diese Einsatzbereitschaft verdiene Fenzl ganz besonders „hohe Anerkennung und Dankbarkeit“.
Neubau von Hort
und Bücherei
Als ein besonderes Markenzeichen Fenzls beschrieb er dessen fürsorgliche Seite, die ihn als sehr liebevollen, menschlichen und verantwortungsbewussten Chef gegenüber seinen über 100 Mitarbeitern ausgezeichnet habe und überaus geschätzt worden sei.
Auch im Namen seines Stellvertreters Robert Perl dankte Schuster mit einem herzlichen „Vergelts Gott“ und überreichte an Fenzl mit den besten Wünschen für die Zukunft einen Geschenkkorb.