Rimsting – Im Rimstinger Gemeinderat ist eine Ära zu Ende gegangen, gehören doch neben Bürgermeister Andreas Fenzl zehn weitere Ratsmitglieder nicht mehr dem neuen Gremium an. Er scheide schon mit einem weinenden und einem lachenden Auge, betonte Fenzl, aber „wenn es nicht wehtut, dann war es auch nicht schön“. Fenzl bedachte jeden ausscheidenden Rat mit persönlichen Worten. Dazu zählte auch Raimund Feichtner, der schon im Winter 2024 ausgeschieden war und fast 30 Jahre lang im Kommunalparlament aktiv war. Für sein außerordentliches Engagement hatte er die Bürgermedaille verliehen bekommen und Fenzl würdigte ihn ausdrücklich in der Sitzung, zu der er extra gekommen war.
Vier Räte der
CSU scheiden aus
Gleich vier Räte und mit Thomas Schuster, dem Zweiten Bürgermeister, verabschiedete Bürgermeister Andreas Fenzl für die CSU. Seit 24 Jahren gehörte Thomas Schuster für die CSU dem Rimstinger Gemeinderat an, 2002 war er erstmalig gewählt worden. Sechs Jahre war er Fenzls Stellvertreter als Zweiter Bürgermeister und hatte ihn insbesondere in der Zeit seiner Rekonvaleszenz vertreten. Auch in den Ausschüssen brachte er sich ein, so im Bauausschuss (2008 bis 2014) und im Hauptausschuss (2014 bis 2020). Sechs Jahre leitete er den Rechnungsprüfungsausschuss, dem er insgesamt seit 18 Jahren angehörte. Rund zwölf Jahre war Schuster außerdem Jugendbeauftragter der Gemeinde.
Johann Grießl war nicht nur 18 Jahre lang Rat, sondern auch ebenso lange Mitglied im Bauausschuss. Zudem fungierte er sechs Jahre als Tourismusbeauftragter (2008 bis 2014).
Den Blick auf die Kommunalunternehmen hatte er als Verwaltungsrat zwölf Jahre, von 2014 bis 2026. Auch Georg Heindl hatte nicht mehr kandidiert. Als „Urgestein des Gemeinderats“ gehörte er diesem 24 Jahre an, ebenso lange dem Bauausschuss. Als Verbandsrat war er seit seiner Wahl 2002 im Wasserzweckverband tätig. Sechs Jahre war er Beauftragter für Schule und Kindergarten (2002 bis 2008).
Mit Anton Schleipfner scheidet für die CSU ebenfalls ein langjähriger Gemeinderat aus, der zweimal von den Bürgern das Mandat bekam. Auch Schleipfner hatte nicht mehr kandidiert. Als Rat nahm er zwölf Jahre an den Sitzungen teil, sechs Jahre lang war er Mitglied im Bauausschuss und seit seiner ersten Wahl fungierte er als Verwaltungsrat im Bereich der Kommunalunternehmen.
Jüngst war Brigitte Feichtner für Gerold Schwarzer für die Unparteiische Wählergemeinschaft in den Rat nachgerückt. Sie war 20 Jahre lang im Kommunalparlament in Rimsting aktiv, davon 18 Jahre als Beauftragte für die Grundschule und den Kindergarten. Im Bauausschuss war sie ebenso lange Ausschussmitglied wie im Rechnungsprüfungsausschuss. Für die Mayer-Stiftung war sie Stiftungsbeirat von 2024 bis 2026.
Für die Grünen war Monika Walter bei den Wahlen 2020 in den Gemeinderat gewählt worden. In der auslaufenden Legislaturperiode war sie sechs Jahre im Bauausschuss Mitglied und im Stiftungsausschuss für die Dr.-Veh-Stiftung. Sie erreichte bei den Kommunalwahlen den fünften Platz auf der Grünen-Liste und ist damit dritte mögliche Nachrückerin.
Thomas Friedrich war 20 Jahre lang die Stimme der Sozialdemokraten im Rimstinger Rat. Er hatte in der laufenden Legislaturperiode im Oktober 2006 den Sitz von Dr. Siegfried Weinzierl „geerbt“. Rund zwölf Jahre gehörte er dem Hauptausschuss an (2008 bis 2020), sechs Jahre war er Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss (2008 bis 2014). Friedrich bekleidete außerdem das Amt des Behindertenbeauftragten der Gemeinde, welches er 18 Jahre lang innehatte. Die Beziehungen zur ungarischen Partnerstadt Sukoro lagen ihm besonders am Herzen. 2002 hatten die beiden Gemeinden ihre Freundschaft mit einem Partnerschaftsvertrag beschlossen, seit 2008 oblag diese Friedrich als Beauftragter. Friedrich hatte nicht mehr kandidiert.
Sechs Jahre hatte Josef Stöffl das Mandat für die Freien Wähler im Rimstinger Rat inne. Die Freien Wähler holten nur noch einen Sitz bei der jüngsten Kommunalwahl, Stöffl wäre somit Nachrücker für Mary Fischer, die ins Gremium gewählt wurde. Als Gemeinderat war Stöffl auch Mitglied im Bauausschuss und Verwaltungsrat der Kommunalunternehmen.
Urgesteine des Gremiums
Nicht mehr kandidiert hatte Maximilian Huber von der Wählergemeinschaft Greimharting. Huber hatte, wie Stöffl, dem Gremium sechs Jahre angehört und als Gemeinderat ebenso dem Hauptausschuss und dem Rechnungsprüfungsausschuss angehört.